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Pirna

Corona: Parken ist jetzt kostenlos

Sebnitz verzichtet bis 3. Mai auf Parkgebühren in der Innenstadt. Nicht nur das soll der Wirtschaft vor Ort helfen.

Auf dem Sebnitzer Markt kann bis 3. Mai kostenlos geparkt werden.
Auf dem Sebnitzer Markt kann bis 3. Mai kostenlos geparkt werden. © Daniel Schäfer

Um die Einzelhändler und Gewerbetreibenden in der Corona-Krise zu unterstützen, wird die Stadt Sebnitz bis 3. Mai keine Parkgebühren erheben. Darüber informiert Oberbürgermeister Mike Ruckh (CDU). Das gilt für die Stellflächen am Marktplatz. Die Parkautomaten dort wurden bereits abgeklebt, sodass sie nicht mehr genutzt werden können.

Das Zugeständnis der Kommune soll vor allem den Konsum befeuern. Denn ab Montag, 20. April, dürfen Geschäfte in Sachsen, die eine Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern haben, wieder öffnen. Vor allem in der Sebnitzer Innenstadt können nun etliche Läden wieder aufmachen. Das kostenlose Parken soll jedoch noch ein anderes Signal setzen: eine finanzielle Entlastung für die Autofahrer, die sonst dafür zahlen müssten. Gleichzeitig könnte das Gratis-Parken für mehr Sicherheit sorgen. Denn es ist ein Anreiz, weniger mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu fahren, um so das Ansteckungsrisiko zu verringern. Ob Sebnitz auch nach dem 3. Mai auf die Parkgebühren verzichten will, ist noch offen. "Das entscheiden wir kurzfristig", kündigt Ruckh an.

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Der Ratschef hofft, dass der Einzelhandel davon profitiert. Gemeinsam mit Steffi Sturm vom Gewerbeverein hat Ruck am Montag ein Banner am Kreisverkehr enthüllt. Unter dem Motto "Sebnitz kauft Lokal!" ruft er dazu auf, die örtlichen Händler zu unterstützen.  "Für die Hotelerie und Gastronomie hätte ich mir ähnliches gewünscht. Wir werden gemeinsam mit dem Einzelhandel verstärkt auf die Wiedereröffnung hinweisen. Jetzt ist Lokalpatriotismus gefragt", sagt Ruckh.

Steffi Sturm vom Sebnitzer Gewerbeverein und OB Mike Ruckh starten eine Hilfsaktion für Einzelhändler.
Steffi Sturm vom Sebnitzer Gewerbeverein und OB Mike Ruckh starten eine Hilfsaktion für Einzelhändler. © Stadt Sebnitz

Sebnitz wird langfristig mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen haben, dessen ist sich der Oberbürgermeister bewusst. Restaurants und Hotels haben weiterhin  geschlossen. Veranstaltungen fallen aus. Der Tourismus - und damit eine der zentralen Einnahmequellen für das Wirtschaftleben in Sebnitz und der gesamten Sächsischen Schweiz - kam durch die Reise- und Ausgangsbeschränkungen zum Erliegen. 

Hilfspaket wird vorbereitet

"Um mit den Folgen umzugehen, plant Sebnitz ein Corona-Überwindungspaket", sagt Mike Ruckh. Voraussichtlich in der nächsten Stadtratssitzung im Mai könnten erste Beschlüsse dazu fallen. Wie genau die Stadt den krisengeschwächten Branchen helfen kann, das will die Kommune mithilfe von Gesprächskreisen herausfinden. Insgesamt sechs dieser Runden sind ab nächster Woche geplant: mit Handwerkern, Vereinen, Einzelhändlern, Gastronomen, Hoteliers sowie Dienstleistern wie Fahrschulen und Frisören.  "Von ihnen erhoffen wir uns konkrete Hinweise", sagt Ruckh.

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