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Radeberg

Corona: Planschen mit Abstand

Die Freibäder in Sachsen dürfen jetzt öffnen. In Radeberg und im Umland startet die Saison mit einigen Auflagen.

Endlich wieder abtauchen: In den Freibädern im Rödertal wird das in einigen Tagen möglich sein. Badegäste müssen sich aber Regeln einhalten. So wird es in Radeberg nur einen Zugang ins Schwimmbecken geben.
Endlich wieder abtauchen: In den Freibädern im Rödertal wird das in einigen Tagen möglich sein. Badegäste müssen sich aber Regeln einhalten. So wird es in Radeberg nur einen Zugang ins Schwimmbecken geben. © Archivfoto: Willem Darrelmann

Radeberg. Distanz halten auf der Liegewiese, Besuche nur mit Voranmeldung und Warteschlangen vor den Becken. Zahlreiche Freibäder starten deutschlandweit in diesen Tagen in die Saison. Auch in Sachsen dürfen Freibäder wieder öffnen. Doch wie wird in diesem Sommer der Besuch zwischen Pommesbude, Liegewiese und Sprungturm sein? Auf jeden Fall einer, der den Badebetrieb streng reglementiert. Die SZ hörte sich dazu in Radeberg und im Umland um.

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In Radeberg hofft der Stadtbad-Verein auf eine Eröffnung am 1. Juni. „Wir haben das Hygiene-Konzept beim Gesundheitsamt eingereicht. Wenn es genehmigt wird, können wir ab diesem Termin Badegäste begrüßen. Sind noch Änderungen notwendig, müssen wir sehen, ob wir sie schnell noch umsetzen können. Wenn nicht, werden wir später öffnen“, sagt Michael Weber, Vorsitzender des Stadtbad-Vereins. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. „Wir haben ein Einbahnstraßensystem eingerichtet, damit sich in bestimmten Bereichen die Besucher nicht zu nahe kommen.“ Am Becken werde es einen separaten Zu- und Ausgang geben. Da der Bereich an der Kasse recht eng ist, sind die Mitarbeiter dabei, einen extra Ausgang anzulegen. „Der ist mit einem Drehkreuz ausgestattet. So können die Besucher das Bad verlassen, gelangen jedoch über diesen Weg nicht hinein.“ Abhängig ist die Öffnung noch von einem weiteren Punkt: „Wir haben Hygiene-Spender bestellt und hoffen jetzt, dass die noch rechtzeitig eintreffen. Sonst bleibt das Bad vorerst zu.“

In Ottendorf-Okrilla und Wachau arbeiten die Gemeindeverwaltungen derzeit ebenfalls an Hygienekonzepten für die Bäder. Rico Pfeiffer, der in seiner Funktion als Bauhofleiter auch für das Ottendorfer Teichwiesenbad zuständig ist, geht von einer außergewöhnlichen Saison aus. „ Sie läuft sicher anders als sonst ab“, sagt er. Was sich aber für die Besucher alles ändern wird, das könne er allerdings noch nicht detailliert sagen. Fest steht nur: Abstand ist das Gebot der Stunde. In der kommenden Woche, so Pfeiffer weiter, werde man das erarbeite Hygiene-Konzept dem Krisenstab der Gemeinde übergeben. Wird dort grünes Licht gegeben, steht nur noch die alles entscheidende Genehmigung des Gesundheitsamtes aus.

 Ganz klar, zu den Hygiene-Vorgaben, die auch in den Freibädern im Radeberger Umland umgesetzt werden müssen, gehört natürlich der Mindestabstand von 1,5 Metern. Und zwar sowohl im Wasser als auch auf den Liegewiesen, in Umkleide- und Sanitärräumen und natürlich im Kassenbereich. Die Gästezahl wird je nach Größe des Freibades eingeschränkt. Der Mundschutz spielt jedoch keine Rolle. Da dürften die Badegäste sicher aufatmen. Planschen mit Maske bleibt den Gästen also erspart.

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Ein paar Kilometer weiter, in der Wachauer Gemeindeverwaltung, prüft man derzeit ebenfalls, wie man alle behördlichen Vorgaben für die Freibaderöffnung erfüllen kann. Gemeindesachbearbeiter Dominik Thamsen erzählt, dass man ja noch so einiges benötige, um alle Hygiene-Vorgaben zu erfüllen. Vor allem brauche man Desinfektionsmittel. Ansonsten laufen in den hiesigen Freibädern die üblichen Vorbereitungen auf die Saison. Liegewiesen werden gemäht, Bänke und Sportanlagen aufgemöbelt. Übrigens: Wer Angst haben sollte, sich im Freibad mit dem Virus anzustecken, der kann beruhigt sein. Laut Pandemieplan der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen zumindest kann man „sich im Wasser nicht anstecken“.

 Nach Einschätzung von Dominik Thamsen könnte das Wachauer Freibad, vorausgesetzt, das Konzept wird vom Gesundheitsamt abgesegnet und der raschen Umsetzung der geforderten Hygiene-Auflagen, aller Wahrscheinlichkeit nach in der ersten Juniwoche mit dem Badebetrieb starten. Darauf hofft man auch in Ottendorf-Okrilla. Jedoch: Bauamtschef Rico Pfeiffer will sich da nicht festlegen. Erst wenn die Hygiene-Konzepte von den entscheidenden Gremien abgenickt werden, kann die Badezeit im Teichwiesenbad losgehen.Es dürfte sicher eine erinnerungswürdige Badesaison in diesen Zeiten der Pandemie werden. Aber ob in Radeberg, Wachau oder Ottendorf-Okrilla, neben Sicherheit und Hygiene, ist den Betreibern der hiesigen Freibäder eines aber auch noch wichtig: in der Corona-Zeit wieder ein klein wenig Normalität in den Alltag der Badegäste zu bringen.

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