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Radeberg

„Die Leute wollen endlich wieder raus“

Jens Richter öffnet am Freitag gleich zwei Restaurants in Radeberg und Umgebung. Die Gäste müssen sich auf Veränderungen einstellen.

Tische rücken heißt es im Restaurant & Biergarten Seeterrasse bei Kleinröhrsdorf. Küchenchef Marcel Böhlis (30, l.) und Geschäftsführer Jens Richter (46) packen mit an. Nach der Schließung wegen der Corona-Pandemie öffnet die Gaststätte am Freitag wieder.
Tische rücken heißt es im Restaurant & Biergarten Seeterrasse bei Kleinröhrsdorf. Küchenchef Marcel Böhlis (30, l.) und Geschäftsführer Jens Richter (46) packen mit an. Nach der Schließung wegen der Corona-Pandemie öffnet die Gaststätte am Freitag wieder. © René Meinig

Radeberg. Endlich wieder im Lieblingsrestaurant das leckere Schnitzel bestellen oder im Café den Cappuccino genießen. Ab Freitag können in Sachsen Gaststätten wieder öffnen. Für Jens Richter heißt das erst einmal viel Arbeit. Als Chef der Firma Hoga Sport betreibt er die Hotels Sportwelt und den Kaiserhof in Radeberg. Auch das Restaurant Seeterrasse auf dem Campingplatz Luxoase liegt in seiner Verantwortung. 

Hier sind seine Mitarbeiter dabei, die Terrasse vorzubereiten. „Die Tische stellen wir natürlich so auf, dass der Mindestabstand von anderthalb Metern gegeben ist. Zum Glück haben wir hier genügend Platz“, sagt Richter. Außerdem wurden ein getrennter Ein- und Ausgang eingerichtet, Spender mit Desinfektionsmitteln aufgestellt und jede Menge Masken und Einweghandschuhe angeschafft. 

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Schon vor dem eigentlichen Beschluss der Landesregierung wurde hier gewerkelt, sagt er. „Wir haben mit dieser Öffnung gerechnet und entsprechend daraufhin gearbeitet. In anderen Bundesländern gibt es diese Lockerungen ja schon, und auch Sachsen hatte das angekündigt. Uns blieb also ausreichend Zeit.“ 

Am Freitag, 17 Uhr, geht es los. Geöffnet sind dann Terrasse und Restaurant. Das Angebot wird sich von dem vor Corona nicht unterscheiden, sagt Jens Richter. Auf einige Veränderungen müssen sich Besucher aber einstellen. „Wir bitten alle Gäste, mit Mund- und Nasenschutz zu uns zu kommen. Erst am Tisch kann er abgenommen werden. Dort ist dann immer der nötige Abstand zu Nachbartischen vorhanden. Auf dem Weg dahin können wir die Einhaltung nicht immer überprüfen“, sagt er. Auch der Gang zur Toilette müsse mit Maske absolviert werden. 

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Zweite Änderung: Jeder Gast erhält seine eigene Speisekarte. „Wegen der Ansteckungsgefahr dürfen sie nicht mehrmals verwendet werden, jeder bekommt also seine eigene, die kann er mit nach Hause nehmen, oder sie wird von uns entsorgt.“ Eine andere Möglichkeit ist, die Karte auf sein Handy zu laden. „Dazu kleben wir auf den Tischen kleine QR-Codes, also Pixel-Codes, auf. Jeder kann das Handy mit eingeschaltetem QR-Scanner darauf halten, und schon wird die Speise- und Getränkekarte geladen.“ Neben dem Angebot im Restaurant gibt es auch Getränke und Speisen zum Mitnehmen. „Camper hier in der Luxoase können sich das dann mit in ihre Zelte und Wagen nehmen. Wir rechnen mit etlichen Besuchern. Die Leute wollen ja endlich mal wieder raus.“

Heftig umgeräumt wird auch im Restaurant Timmermanns im Hotel Sportwelt in Radeberg. Tische, die zu eng stehen, werden herausgenommen. „So kommt es nicht zu Missverständnissen. Dann kann jeder Tisch genutzt werden, und der Mindestabstand wird gewahrt.“ Auch hier sind Innenräume und der Biergarten geöffnet. Die Speisekarte hat die gewohnte Länge. Ab Freitag 17 Uhr können die Gäste kommen. 

Im Hotel Sportwelt selber wird es keine großen Veränderungen geben. „Wir hatten ja die ganze Zeit über geöffnet, da Monteure bei uns übernachteten. Touristen durften wir nicht beherbergen, das ist erst jetzt wieder möglich. Es gab bereits einige Anfragen. Auch hier vermute ich, die Leute wollen einfach mal wieder raus aus ihren vier Wänden.“

Überrascht wurde der Betreiber dennoch von der Landesregierung. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass Indoorsport so schnell wieder möglich ist, also unsere Tennis-, Badminton- und Squashanlagen wieder bespielt werden dürfen. Wir brauchen jetzt noch einige Tage, um alles vorzubereiten. In der kommenden Woche wird es aber so weit sein. Den genauen Termin geben wir noch bekannt.“ 

Vorerst geschlossen bleibt der Kaiserhof mit dem Brauereiausschank. „Wir müssen jetzt erst sehen, wie wir die Bewirtschaftung beider Häuser Seeterrasse und die Sportwelt schaffen. Für das Biertheater im Kaisersaal erarbeiten wir gerade ein Hygienekonzept. Dort ist momentan das Maßband unser wichtigstes Werkzeug. Eine Entscheidung, wann es hier weitergeht, ist noch nicht gefallen.“

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