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Mit der AHA-Regel durch die Corona-Pandemie

Berater der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben Fragen unserer Leser zum Thema Corona beantwortet.

Die Maske muss fest sitzen.
Die Maske muss fest sitzen. © Christin Klose/dpa

Viele wissen nicht, wie sie sich in Corona-Zeiten richtig verhalten. Das zeigt auch eine Telefonaktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ein Beratungsteam hat jetzt Leserfragen beantwortet. Dabei ging es um den Schutz vor dem Virus, um Risikogruppen, Symptome und um den Kontakt mit Infizierten.

Jetzt sieht man ja wieder mehr Menschen, die auf den Straßen unterwegs sind. Welche Schutzmaßnahmen bringen noch etwas?

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Abstand, Hygiene, Alltagsmasken – gut zu merken mit dem Kürzel AHA. Im Klartext heißt das: Halten Sie einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Ihren Mitmenschen. Befolgen Sie bitte außerdem die Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen und die Anordnungen zum Tragen von Masken.

Warum soll man gerade anderthalb Meter Abstand halten?

Das Virus wird beim Husten, Niesen oder Sprechen durch sehr kleine Tröpfchen übertragen. Diese sinken spätestens nach anderthalb Metern zu Boden.

Wozu soll ich eine Maske tragen, wenn ich völlig gesund bin?

Schon zwei Tage, bevor infizierte Menschen erste Anzeichen einer Erkrankung spüren, können sie das Virus ausscheiden. Die Maske fängt einen Teil der infektiösen Tröpfchen ab und verringert so die Gefahr, andere Personen anzustecken. Sie kann aber nicht verhindern, dass Sie sich selbst anstecken. Deshalb unbedingt Abstand halten – auch mit Maske!

Kann man während der Pandemie die üblichen Schutzimpfungen vornehmen lassen?

Ja, das wird sogar empfohlen. Ein umfassender Impfschutz ist sinnvoll, um Infektionen vorzubeugen, die in der Pandemiezeit zusätzlich gefährlich sein können. Bei Atemwegsinfekten sollten Impftermine um zwei Wochen verschoben werden.

Ich (70) würde gern mal wieder die Enkel besuchen. Kann ich das machen?

Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie es nicht tun. Es ist nicht auszuschließen, dass Kinder das Coronavirus unbemerkt übertragen könnten. Eine aktuelle Studie an der Charité stellte fest, dass Kinder genauso viele Viren im Rachen entwickeln wie Erwachsene und somit genauso ansteckend sein können.

Unser Hund spielt viel mit anderen Hunden. Müssen wir das jetzt unterbinden?

Aktuelle Empfehlungen zum Umgang mit Haustieren findet man auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) unter www.fli.de. Das Institut befasst sich unter anderem mit dem Schutz vor Infektionen, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden.

Vor Corona war ich in einer Seniorensportgruppe aktiv. Die Bewegung fehlt mir. Wie kann man sich zu Hause fit halten?

Die Deutsche Sporthochschule Köln hat zum Beispiel ein speziell abgestimmtes Heimtraining entwickelt. Das Programm ist im Internet abrufbar.

Auch die BZgA bietet online unter www.gesund-aktiv-aelter-werden.de Bewegungstipps für zu Hause an.

Für ein richtiges Telefongespräch sind meine Enkel noch zu klein. Sehen kann ich sie auch nicht. Diese Situation bedrückt mich.

Vielleicht können sie Ihren Enkeln allabendlich zu einer festen Zeit per Telefon kleine Geschichten vorlesen? Damit Sie sich gegenseitig sehen, empfiehlt sich ein Video-Telefonat. Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erfahren Sie, wie Sie dafür die gängigen Programme auf Ihrem Smartphone, Tablet oder Computer nutzen können.

Weitere Informationsmöglichkeiten:

Aktuelle Informationen rund um das Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt lesen Sie in unserem Newsblog.

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