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So planen die Sachsen ihren Sommerurlaub

Die Aufhebung von Reisewarnungen für viele EU-Länder lässt Reiseveranstalter hoffen. Eine Umfrage zeigt, ob Menschen in Sachsen ihre Urlaubsziele nun ändern.

Allein am Strand in Griechenland: An eigentlich beliebten Reisezielen in Europa wird dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger los sein.
Allein am Strand in Griechenland: An eigentlich beliebten Reisezielen in Europa wird dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger los sein. © dpa

Die Reisebranche leidet wie kaum eine andere unter den Folgen der Corona-Krise. Nach einer Schätzungen der Welttourismusorganisation UNWTO wird es in diesem Jahr weltweit zwischen 60 und 80 Prozent weniger Ankünfte an Urlaubsorten geben. 

Dem UNWTO-Bericht zufolge ist Europa stark betroffen. Was nicht verwundert, weil es vor allem in den Sommermonaten auf dem Kontinent viel internationalen Reiseverkehr gibt und Urlauber verhältnismäßig viel Geld ausgeben. Nun hat das Auswärtige Amt für diesen Montag die Aufhebung von Reisewarnungen für 24 der 26 EU-Partnerländer sowie für drei Nicht-EU-Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums angekündigt.

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Gute Nachrichten für Anbieter von Auslandsreisen könnte man meinen. Zahlen einer aktuellen Umfrage von Sächsische.de zufolge legen jedoch nahe, dass zumindest in Sachsen lebende Deutsche die Aufhebung der Reisewarnungen nicht zum Anlass nehmen, etwas an ihren Urlaubsplänen zu ändern. Danach gefragt, sagten Dreiviertel (74,7 Prozent) der 2.138 Teilnehmer "Nein". Nur 16,7 Prozent gaben "Ja" an und wollen nun ihre Reisepläne ändern. 

Noch deutlicher fällt das Ergebnis bei Familien mit Kindern im Haushalt aus. In dieser Gruppe sagen über 80 Prozent der Befragten, sie würden ihre Pläne nicht mehr ändern.

Die Sachsen werden ihren Sommerurlaub überwiegend wohl im Inland verbringen. Etwa die Hälfte gab bei einer früheren Civey-Umfrage bereits an, wegen der Corona-Pandemie umgebucht zu haben. Zur Zeit dieser Umfrage Anfang Mai waren Buchungen nur innerhalb Deutschlands als sicher einzustufen. 

Dass die Menschen aktuell weniger Reisen außerhalb der Landesgrenzen buchen wollen, dürfte verschiedene Gründe haben: Einerseits gelten für beliebte Ziele wie etwa die Türkei oder Ägypten nach wie vor Reisewarnungen, auch für Spanien noch bis mindestens 1. Juli. Andererseits könnten potenzielle Urlauber auch Angst davor haben, in ihrem Reiseland zu stranden, wenn dort plötzlich Corona-bedingte Maßnahmen ergriffen werden.

Wer sich für eine Reise ins Ausland entscheidet, sollte prüfen, welche Corona-Bestimmungen am Urlaubsort gelten. Das geht Land für Land detailliert auf der Website des Auswärtigen Amtes. In manchen Fällen sind nämlich Einreisen zwar gestattet, jedoch immer noch mit Quarantäne-Aufenthalten verbunden. So wie in Norwegen, wo man aktuell 10 Tage seines Urlaubs in Qurantäne verbringen müsste.  

Auch interessant für die Planung einer Reise: Das Angebot des IATA. Auf der Website des internationalen Luftfahrtverbandes gibt es eine laufend aktualisierte, interaktive Karte. Diese zeigt, welche Regeln und Einreisebestimmungen derzeit weltweit an Grenzen gelten.

Information zu dieser Umfrage mit Civey

In diesem Artikel wurde eine Umfrage ausgewertet, die Sächsische.de in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsunternehmen Civey durchgeführt hat. An der Umfrage wurde 2.413 Mal teilgenommen, aus 2.138 Stimmen eine Stichprobe gezogen. Die Stichprobe entspricht der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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