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Görlitz

Neiße Adventure Race erst im September

Rothenburgs größtes Outdoor-Event reagiert auf die Coronakrise. Und will gestärkt daraus hervor gehen.

In diesem Jahr findet das Neiße Adventure Race nicht wie üblich im Mai statt. Das Corona-Virus hat die Veranstalter zu einer Verschiebung auf September bewogen.
In diesem Jahr findet das Neiße Adventure Race nicht wie üblich im Mai statt. Das Corona-Virus hat die Veranstalter zu einer Verschiebung auf September bewogen. © André Schulze

Laufen, Radeln, Paddeln und manch spektakuläres Hindernis überwinden - so kennen Teilnehmer und Besucher das Neiße-Adventure-Race. In diesem Jahr sollte die Veranstaltung in den Rothenburger Neißeauen bereits zum elften Mal stattfinden. Doch am 3. Mai, dem Tag der sportlichen Wahrheit, wird Ruhe herrschen - dort wo das Publikum sonst mit Beifallsstürmen nicht geizt.

Keine Absprachen mit Sponsoren mehr möglich

"Wir haben uns in den vergangenen Tagen sehr viele Gedanken gemacht", gesteht Tino Kittner, stellvertretender Vereinsvorsitzender und gleichzeitig Chef des für die Durchführung des Events wichtigen Tourismusanbieters Neiße-Tours. "Wir wollten den 3. Mai als Veranstaltungstag eigentlich bestehen lassen. Aber die Situation ist zu unsicher. Wir wissen ja nicht, wie lange die Krise noch dauert." So habe man keine verbindlichen Absprachen mit Sponsoren treffen können. Und auch die Anmeldezahlen hätten zuletzt stagniert. "Deshalb sind wir zu dem Entschluss gekommen, das Neiße-Adventure-Race in diesem Jahr am Sonntag, dem 20. September, stattfinden zu lassen."

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Keine Mehrbelastungen durch die Verschiebung

Außer der Terminverschiebung sehen die Organisatoren die Situation aber recht entspannt. "Wir glauben nicht, dass wir dadurch viel Mehrarbeit haben werden. Die wäre eher eingetreten, wenn wir die Veranstaltung im Mai auf Biegen und Brechen durchgedrückt hätten", so Kittner. Auch steigende finanzielle Belastungen sieht er nicht. Denn: "Mit wem man auch spricht - die Unternehmen haben Verständnis dafür, geben sich sehr kulant." Das betreffe nicht nur die Versorgung, sondern auch den Freizeitbereich während des NAR.

Erste Großveranstaltung für September-Datum

Der stellvertretende Vereinschef ist auch deshalb so optimistisch, weil sich die bisherigen Anmeldezahlen bis zum coronabedingten Zwischenstopp gut entwickelt haben. Rund 75 Interessenten gibt es zum jetzigen Zeitpunkt für Light- und Originaltrail, für die 35 Kilometer lange Wanderung von Görlitz nach Rothenburg liegen bisher etwa 50 Anmeldungen vor. "Wir gehen davon aus, dass diese Freizeitsportler auch im September dabei sein werden. Denn wir sind die Ersten, die sich mit einer Großveranstaltung auf dieses Datum festgelegt haben." Zudem sind bis dahin auch die Boote von Neiße-Tours wieder verfügbar, die während der Sommersaison für Ausflügler auf dem Grenzfluss gebunden sind.

In drei Wochen wieder Normalität auf der Neiße?

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Das jedenfalls hofft Tino Kittner. Und er geht noch weiter: "Ich glaube, dass wir in zwei oder drei Wochen allmählich wieder zur Normalität zurückkehren." Denn ein fittes Bootsunternehmen könnte dem Adventure-Race am besten helfen. Momentan aber liegen die Schlauchboote in ihren Depots fest.

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