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Corona-Ruhe hilft beim Umbau

Die Stadtwerke lassen ein neues Kinderbecken ins Hallenbad einbauen. Eine schnelle Eröffnung ist nicht zu erwarten. Aber vielleicht im Freibad?

So stellen sich die Stadtwerke und das Bauplanungsbüro Schroeder die neuen Kinderbecken im Stadtbad vor.
So stellen sich die Stadtwerke und das Bauplanungsbüro Schroeder die neuen Kinderbecken im Stadtbad vor. © Entwurf: bps

Döbeln. Die Stadtwerke im Corona-Modus. Manches geht sogar besser als zu normalen Zeiten. Zum Beispiel der Umbau des Stadtbades. Dort wird gerade eine neue Wasserlandschaft für die kleinen Badbesucher eingebaut, ohne auf Besucher Rücksicht nehmen zu müssen. Der Umbau geht dadurch ein bisschen schneller, sagt Stadtwerkeschef Gunnar Fehnle. Allerdings können wegen der Corona-Vorschriften immer nur zwei Bauleute oder Techniker auf der Baustelle arbeiten.

Das alte Kinderplanschbecken in der Halle war in die Jahre gekommen und undicht geworden. Es tropfte bis ins Erdgeschoss durch. Das neue Becken ist nicht aus Plastik, sondern aus solidem Beton. Es wird ganz klassisch gefliest. Das wirkt angenehmer und wärmer als Edelstahl, sagt Fehnle. Im Rohbau sind die beiden Becken schon fertig und auch die Wassertechnik ist schon montiert worden.

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Für die Kinder ist eine Rutsche vorgesehen und als besondere Attraktion ein Strömungskanal, in dem sie Schiffchen fahrenlassen können. Glücklicherweise hatten die Stadtwerke als Betreiber des Bades erst im vergangenen Jahr eine neue Wasseraufbereitungsanlage montieren lassen, die die Keime mit UV-Licht abtötet. 

Die alte Anlage wäre mit dem größeren Becken überfordert gewesen, sagte Fehnle. Auch Kunst am Bau soll es geben. Die Mochauer Keramikkünstlerin Sabine Wachs wird für den neuen Badebereich bemalte Relieffliesen entwerfen, die sie schon für die Säulen und Wände am Lehrschwimmbecken gefertigt hatte.

Stadtwerkechef Gunnar Fehnle und Badleiter Toni Bunzel stehen auf der Baustelle.
Stadtwerkechef Gunnar Fehnle und Badleiter Toni Bunzel stehen auf der Baustelle. © Jens Hoyer

Im Herbst soll der neue Badbereich fertig sein und zur Nutzung übergeben werden. Wenn es eine Nutzung gibt. Derzeit ist das Bad zu. Und Fehnle dämpft die Hoffnung, dass sich so schnell etwas daran ändert.

„Ich glaube nicht, dass das Hallenbad und die Sauna bald wieder eröffnet werden kann. Ich denke, das wird nicht vor September werden.“

Allerdings bereiten sich die Stadtwerke auf die Freibadesaison vor. Drei Mitarbeiter waren aus der Kurzarbeit geholt worden und hatten die Becken gereinigt. Gerade wird das Wasser eingelassen.

Bis zum Freitag sollen die beiden Becken mit rund 2,5 Millionen Liter Wasser gefüllt sein, sagt Toni Bunzel, Leiter des Stadtbades. Ab 20. Mai wäre das Freibad dann für die Eröffnung bereit – wenn es möglich ist, „Wenn die Experten sagen, wir dürfen das, werden wir das Freibad öffnen und die Logistik schaffen, um den Betrieb kontrollieren zu können. Wir brauchen nur klare Vorgaben von denen, die es wissen“, sagt Fehnle.

Eine Begrenzung der Besucherzahlen ließe sich zum Beispiel mit einem Zahlautomaten bewerkstelligen, der nur die genehmigte Anzahl Besucher ins Bad lässt. Das Gelände sei in Döbeln auch so groß, dass sich die Mindestabstände bequem einhalten lassen.

Vom Stadtbad abgesehen, macht die Corona-Krise den Stadtwerken wenig Schwierigkeiten. Da in der Region kaum Betriebe betroffen sind, laufen die Geschäfte normal. Im relativ kalten März sei sogar etwas mehr Gas abgesetzt worden, sagt Fehnle. Beim Stromverbrauch sei spürbar, dass mehr Menschen zu Hause sind. Der Verbrauch ist mehr über den Tag verteilt.

Die Stadtwerke haben ihren Betrieb so organisiert, dass auch in Corona-Zeiten die Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Ein Teil der Mitarbeiter ist im Mobiloffice zu Hause, sagt Fehnle. „Im Störfall sind sie bereit.“ Nach 14 Tagen wird gewechselt, und zwar so, dass sie Teams nicht zusammenkommen.

Dadurch sei gewährleistet, dass die notwendigen sogenannten Schaltberechtigten, Schaltanweisungsberechtigten und Gasfachleute immer zur Verfügung stehen. „Wir könnten ein Team in Quarantäne schicken“, sagt Fehnle.

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