merken
PLUS Sachsen

Sachsen sind für den frühen Schulstart

Eine Umfrage zeigt, dass die Bürger die Schulöffnung für Abschlussklassen positiv bewerten. Zu verkürzten Ferien gibt es aber geteilte Meinungen.

© dpa

Am Mittwoch geht es los. Nachdem in den sächsischen Schulen bereits seit Montag die ersten Konsultationen wegen der anstehenden Abiturprüfungen stattgefunden haben, gilt ab Mittwoch auch für die Abschlussklassen an Oberschulen, Berufs- und Förderschulen wieder offiziell Schulpflicht. Landesweit kehren damit 50.000 Schüler und 20.000 Lehrer zu einem Stück Normalität zurück. Es ist der erste Schritt für eine allmähliche Wiederöffnung der Schulen.

Im bundesweiten Vergleich ist Sachsen damit ungewöhnlich früh dran. Nur fünf Bundesländer starten ähnlich zeitig. Was halten die Sachsen davon? Zusammen mit den Meinungsforschern von Civey hat sächsische.de eine repräsentative Umfrage mit folgender Frage gestartet: Finden Sie es richtig, dass Sachsen schon früher mit der schrittweisen Öffnung der Schulen als andere Bundesländer beginnt?

StadtApotheken Dresden
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da
Die StadtApotheken Dresden sind für Sie da

Die StadtApotheken Dresden unterstützen Sie bei einer gesunden Lebensweise und stehen Ihnen sowohl mit präventiven als auch mit therapeutischen Maßnahmen, Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten zur Seite.

Das Ergebnis: Die Mehrheit der Sachsen findet diesen Schritt richtig. 63 Prozent halten es für korrekt, dass Sachsen schon jetzt mit der schrittweisen Öffnung der Schulen begonnen hat. Rund 26 Prozent sind dagegen, rund elf Prozent sind bei der Frage unentschieden. 

Für alle Schüler, die jetzt noch keinen Abschluss machen, könnten die Sommerferien verkürzt werden, damit sie verpassten Unterrichtsstoff nachholen können. Das jedenfalls hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) vorgeschlagen. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sagte im Podcast von sächsische.de, dass der Vorschlag für ihn derzeit nicht infrage kommt. Man solle aber auch "niemals nie sagen".

Wie eine weitere repräsentative Umfrage von sächsische.de und Civey zeigt, sind die Sachsen in dieser Frage uneins. Eine knappe Mehrheit von rund 50 Prozent spricht für eine Verkürzung der Sommerferien aus. 42 Prozent sind dagegen und acht Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Im gesamtdeutschen Meinungsbild gibt es hingegen eine deutlichere Tendenz zur Verkürzung der Sommerferien. Rund 54 Prozent plädieren dafür, rund 38 Prozent dagegen.

Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

Weiterführende Artikel

Debatte um weitere Lockerungen hält an

Debatte um weitere Lockerungen hält an

Die meisten Geschäfte haben gerade wieder geöffnet, doch die Debatte um weitere Lockerungen in der Corona-Krise geht munter weiter.

Schulen brauchen Zeit und Improvisation

Schulen brauchen Zeit und Improvisation

Es wäre unverantwortlich, die Schulen demnächst wieder für alle zu öffnen: Andrea Schawe über Unterricht in Corona-Zeiten.

Kein Normalbetrieb bis zu den Sommerferien

Kein Normalbetrieb bis zu den Sommerferien

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz dämpft die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität. Bis Ende Juli wird es keinen regulären Unterricht geben.

Sie interessieren sich für Politik? Dann ist der Newsletter "Politik in Sachsen" genau das Richtige für Sie! Immer montags bis freitags gibt es darin das Wichtigste aus Sachsen. Zur kostenlosen Anmeldung.

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Mehr zum Thema Sachsen