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Asylheime bisher von Corona verschont

In den Unterkünften in Schmiedeberg und Klingenberg leben über 200 Menschen gemeinsam. Da sind besondere Hygienemaßnahmen erforderlich.

83 Menschen sind derzeit im Wohnheim in Schmiedeberg angemeldet. Die Hälfte von ihnen ist auch vor Ort.
83 Menschen sind derzeit im Wohnheim in Schmiedeberg angemeldet. Die Hälfte von ihnen ist auch vor Ort. © Archivfotos: Egbert Kamprath (2)

In den beiden Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises für Asylbewerber in Schmiedeberg und Klingenberg sind derzeit 210 Männer untergebracht, 127 in Klingenberg und 83 in Schmiedeberg. Durchschnittlich ist rund die Hälfte der Bewohner täglich anwesend. Das ist in Zeiten der Corona-Epidemie eine erhebliche Zahl von Menschen in einem Haus. Aber bislang hat es damit keine Probleme gegeben. Wie Tilo Georgi, Amtsleiter des Sozial- und Ausländeramtes, sagt, sind bisher keine Fälle von Infektionen oder Quarantäne in den beiden Heimen bekannt.

Dennoch haben die Heimbetreiber die Hygienemaßnahmen angepasst. Sie reinigen häufig genutzte Gegenstände wie Türklinken oder Geländer regelmäßig und desinfizieren diese. Entsprechende Hinweisschilder in mehreren Sprachen weisen an mehreren Stellen in den Gemeinschaftsunterkünften auf die erforderliche persönliche Hygiene hin. Auch das gesamte Personal, die Objektleitung, Mitarbeiter des Wachschutzes sowie Hausmeister achten besonders darauf. 

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Die Unterkunft für Asylbewerber in Klingenberg beherbergt derzeit 127 Bewohner, alles Männer aus den verschiedensten Herkunftsländern.
Die Unterkunft für Asylbewerber in Klingenberg beherbergt derzeit 127 Bewohner, alles Männer aus den verschiedensten Herkunftsländern. © Egbert Kamprath

"Die Erfahrung zeigt, dass viele Asylbewerber sich mit dem Thema auseinandersetzen und gut informiert sind", teilt Georgi weiter mit. Der Umgang mit dem Thema Corona sei aber, wie bei deutschen Staatsbürgern auch, sehr verschieden. Die Beratungsangebote der Flüchtlingssozialarbeit stehen in den Heimen weiterhin zur Verfügung, allerdings in anderer Form wie sonst. Gespräche sind nur noch im Einzelfall möglich, dann aber mit dem erforderlichen Abstand. Ansonsten läuft die Beratung telefonisch oder per Videochat.

Momentan leben in den Heimen vorwiegend Asylbewerber aus Indien, Libanon, Libyen, Pakistan, Syrien, Tunesien, Algerien, Afghanistan, Iran, Irak, Marokko, Kamerun, Türkei, Georgien und Somalia. Zehn weitere Nationalitäten sind jeweils  mit weniger als fünf Personen in den Wohnheimen vertreten. 

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