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Corona: Drei Dresdner Pflegeheime betroffen

Bundesweit gibt es immer wieder Infektionsherde in den Einrichtungen für ältere Menschen. Wie sich die Heime schützen.

So ist die Lage in Dresdner Altenheimen während der Corona-Krise.
So ist die Lage in Dresdner Altenheimen während der Corona-Krise. © Symbolfoto: Tom Weller/dpa

Dresden. Bundesweit machen immer wieder die Corona-Fälle in Pflegeheimen Schlagzeilen. Wie etwa in Wolfsburg, wo Dutzende Senioren eines Heimes an der Krankheit starben. Auch in Radeberg gab es bereits Infektionen bei Bewohnern eines Altenheimes.

Nach Auskunft des sächsischen Gesundheitsministeriums auf SZ-Anfrage sind aktuell in Dresden drei Pflegeheime betroffen. Sieben Bewohner sind aktuell mit dem Virus infiziert, sowie sieben Pflegekräfte. Welche Einrichtungen betroffen sind, sagte das Ministerium aus Datenschutzgründen nicht. 

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In den vergangenen Wochen waren schon in zwei Pflegeeinrichtungen Coronafälle aufgetreten. "Davon betroffen und in Quarantäne sind eine Ärztin und ein Bewohner oder Bewohnerin. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Folgefälle aufgrund etwaiger Infektionsketten", sagte Sprecher Andreas Friedrich vor Ostern. Diese Patienten wurden erfolgreich isoliert, haben niemanden angesteckt und die Quarantäne ist beendet.  

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Die Alten- und Pflegeheime hätten laut Ministerium die notwendigen Handlungsanweisungen bekommen, wie zu verfahren ist – Hygieneanweisungen, Isolation innerhalb der Heime und Quarantäne des positiv getesteten Personals. "Dort wo Personal auf Grund von Krankheit oder positiven Test nicht zur Verfügung steht, gibt es eine zum Teil trägerübergreifende Unterstützung aus benachbarten Einrichtungen", so Friedrich. Sollte es Neuaufnahmen geben, würden die künftigen Bewohner vorher getestet. 

Die Stadt verweist beim Thema Schutz auf das Besuchsverbot, das der Freistaat verfügt hat. Dadurch wird ein Eintrag des Virus durch Außenstehende minimiert. "Darüber hinaus haben die Einrichtungen, so gut es unter den aktuellen Gegebenheiten möglich ist, ihr Hygieneregime nochmals verstärkt", so das Gesundheitsamt. Das Amt bereitet eine regelmäßige Information für Alten- und Pflegeheime vor, um die Kollegen vor Ort immer auf dem Laufenden zu halten. Der erste Versand ist in dieser Woche angedacht.

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Ein großes Problem laut Rathaussprecherin Diana Petters: die Versorgungsengpässe beim Material wie Mundschutz. "Die Versorgungswege mit diesem Material sind noch immer angespannt. So gut es geht, versuchen wir eingehende Lieferungen auf Alten- und Pflegeheime umzulenken. Aber von einer ausreichenden Versorgung kann man nicht sprechen."

Wichtig sei die persönliche Schutzausstattung. Das Ministerium habe eine Lieferung des Bundes mit OP-Masken in Sachsen verteilt. Insgesamt 182.000 Mund-Nase-Masken zu 13 gleichen Teilen von je 14.000 Masken an die Landkreise und kreisfreien Städte, von wo aus sie weiter verteilt werden. Sobald eine der eigenen Bestellungen oder der des Bundes eintreffe, werde sofort weitergeliefert.

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