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Hunderte Dresdner Kinder in Corona-Notbetreuung

Seit vergangener Woche werden nur noch Kinder von Ärzten, Verkäufern und Co. betreut. So läuft es.

Seit Mittwoch läuft die Notbetreuung.
Seit Mittwoch läuft die Notbetreuung. © dpa

Dresden. Seit Mitte vergangener Woche sind in Dresden, so wie in ganz Sachsen, die Schulen und Kitas geschlossen. Der Grund: der sich ausbreitende Coronavirus. Aktuell gibt es laut Gesundheitsamt schon 154 infizierte Dresdner. Betreut werden aktuell nur Kinder von Eltern aus sogenannten systemrelevanten Berufen wie Ärzte, Krankenpflege, Pflege oder Einzelhandel. Eine Liste all dieser Berufe finden Sie hier. 

Wie ist die erste Woche mit der Notbetreuung gelaufen? Wie viele Kinder wurden in den Kitas und Horten betreut?

Die Notbetreuung in den Dresdner Kindertageseinrichtungen sei ohne Komplikationen angelaufen, so das Rathaus. In den vom Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen betriebenen Kitas und Horten wurden pro Tag rund 600 Kinder betreut. Im regulären Betrieb wären es aktuell rund 27.200 Kinder.

Charlotte Meentzen
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Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

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"Die erste Woche lief in allen DRK-Kitas ruhig ab. Fast alle Eltern haben Verständnis und arbeiten gut mit den Kitas zusammen", sagt auch DRK-Sprecherin Ulrike Peter.  Das DRK teilt aber mit: "In den Kitas "Kleine Naturdetektive" und Schatzinsel gibt es keine Mittagsverpflegung mehr. Bitte geben Sie Ihren Kindern ausreichend Essen und Trinken mit. Es besteht die Möglichkeit zur Erwärmung in der Mikrowelle. Bitte achten Sie auf Mikrowellen geeignetes Geschirr."

Welche Zeiten werden abgedeckt?

In der Regel haben die kommunalen Kitas 10 Stunden geöffnet. Sie orientieren sich dabei am Bedarf der Familien.

Alle DRK-Kitas haben zehn Stunden geöffnet, in der Regel von 7 bis 17 Uhr.

Aus welchen Berufsgruppen stammen die Eltern?

Es sind alle Berufsgruppen der Sektorliste vertreten, wie zum Beispiel Krankenhauspersonal, Rettungsdienst, Polizei, Laboranten oder Apotheker.

Welche Regeln müssen Kinder und Erzieher bei der Betreuung beachten ?

Folgende Regeln werden in unseren kommunalen Kindertageseinrichtungen umgesetzt: auf regelmäßiges Händewaschen mit Seife wird streng geachtet, zum Beispiel nach dem Ankommen in der Kita, nach dem Nase putzen, vor Mahlzeiten. Beim Essen wird auf Abstand an den Tischen geachtet, kein Essen darf geteilt werden in die Armbeuge niesen oder husten direkter körperlicher Kontakt Erzieher und Kind wird vermieden oder auf das Nötigste reduziert. Den Kinder werde das  altersgerecht erklärt. Es werden mehrere Räume zur Entzerrung genutzt, da sich Distanz unter den Kindern lässt sich nur schwer herstellen lasse. Außerdem werde alles desinfiziert und regelmäßiges Lüften der Räume.

Zahlen alle Eltern weiter oder nur die, deren Kinder betreut werden aktuell?

Um Eltern finanziell zu entlasten, werden die Elternbeiträge für alle Kinder, die keine Betreuung in Anspruch genommen haben, zurückerstattet. Die Regelung gilt ab 16. März  bis vorerst 17. April. Genauso handhabt es das DRK. Für jeden Tag, an dem die Betreuung ausgefallen ist, wird 1/20 des monatlichen Elternbeitrages zurückerstattet, so die Stadt. Die Regelung gilt für Kinder in Einrichtungen in freier Trägerschaft gleichermaßen, wie für kommunale Kitas und Horte sowie die Kindertagespflege. 

Für Kinder, die in kommunalen Kindertageseinrichtungen oder von Kindertagespflegepersonen betreut werden, wird die Rückerstattung automatisch erfolgen. Eines separaten Antrages bedarf es insofern nicht. Laut Elternbeitragssatzung sollen die Beiträge spätestens drei Monate nach dem jeweiligen Monat, in dem die Betreuung nicht gewährleistet werden konnte, zurückerstattet werden. Das Amt für Kindertageseinrichtungen arbeitet mit Hochdruck bereits jetzt schon an der Umsetzung.

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