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Nächste Hallenbäder öffnen diese Woche

Die erste Schwimmhalle hat geöffnet, die nächsten folgen am Mittwoch. Doch die Badezeit ist vorerst beschränkt.

Am Mittwoch öffnet das Georg-Arnhold-Bad wieder für Besucher.
Am Mittwoch öffnet das Georg-Arnhold-Bad wieder für Besucher. © Dresdner Bäder GmbH

Dresden. Die erste Schwimmhalle hat nach der Corona-Zwangspause bereits letzten Donnerstag eröffnet, die nächsten folgen am Mittwoch. Welche Regeln dort gelten und was die Betreiber für sauberes Wasser nach dem langen Stillstand tun - das sind die wichtigsten Antworten.

Welche Bäder öffnen und wann öffnen sie?

Den Start hat das Erlebnisbad Elbamare in Gorbitz gemacht. Es öffnete am vergangenen Donnerstag um 10 Uhr und wird vorerst immer montags bis sonntags zwischen 10 und 22 Uhr zum Baden einladen. Die Sauna kann genutzt werden. Auch die Gastronomie steht zur Verfügung. Das Schul- und Vereinsschwimmen sowie Kurse können allerdings noch nicht stattfinden, teilt die Aquapark Managementgesellschaft mit, die das Bad betreibt. "Die Schließungsphase war schmerzlich lang." Sie sei aber soweit wie möglich genutzt worden, um die jährliche Revision der technischen Anlagen durchzuführen sowie alle Becken gründlich zu reinigen. "Das Elbamare ist damit schöngemacht und bestens startklar für den Gästebetrieb."

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Zwei weitere Dresdner Bäder sollen bald folgen: Kurzfristig genehmigt wurde das Hygienkonzept für das Georg-Arnhold-Bad. Es kann damit schon an diesem Mittwoch wieder öffnen. das dazugehörige Freibad darf bereits Besucher empfangen. Beide Bereiche öffnen montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr, an den Wochenenden und in den Ferien bereits ab 9 Uhr.

Der Schwimmsportkomplex an der Freiberger Straße wird ebenfalls am Mittwoch öffnen. In der frisch sanierten Halle wird montags bis freitags täglich von 6 bis 10 öffentliches Schwimmen auf allen acht Bahnen angeboten.  Darüber hinaus wird es dort auch dienstags von 13 bis 21 Uhr durchgehend öffentliche Schwimmzeiten geben. Mit den Schwimmvereinen seien  individuelle Vereinbarungen getroffen worden, sodass ab nächsten Mittwoch die benachbarte Neubau-Halle bis zu den Sommerferien wieder für regelmäßige Trainingseinheiten genutzt werden kann, teilte die Bäder GmbH am Freitag mit.

Warum öffnen nur so wenige Hallenbäder?

Den Schwerpunkt setzt die Dresdner Bäder GmbH derzeit auf die Freibäder. Dort gilt für jedes einzelne Bad ein separates Hygienekonzept. Um zum Beispiel die Mindestabstände zwischen den Besuchern kontrollieren und häufiger reinigen und desinfizieren zu können, werden in den Freibädern drei bis fünf zusätzliche Mitarbeiter benötigt. Diese kommen aus den Schwimmhallen. Lockert der Freistaat in den kommenden Wochen die Corona-Regeln, sodass weniger Personal im Freien benötigt wird, soll der Hallenbetrieb ausgedehnt werden.

Die Hallen waren wochenlang außer Betrieb. Besteht die Gefahr von Keimen im Wasser?

Es sind vor allem Legionellen, auf die jetzt sehr penibel geachtet wird - nicht nur in Schwimmbädern, sondern auch in Hotels und Gaststätten. Denn die Bakterien vermehren sich besonders gut in stehendem, warmem Wasser. Legionellen werden in der Regel über zerstäubtes Wasser eingeatmet, zum Beispiel beim Duschen. Lungenentzündungen sind dann möglich. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte in den vergangenen Tagen die Betreiber von Trinkwasseranlagen in Hotels und Schwimmbädern vor einem möglichen Legionellen-Risiko gewarnt.

"Um die Wasserqualität trotz Schließzeit aufrecht zu erhalten, haben wir für alle unsere Schwimmhallen einen Spülplan aufgestellt", sagt Dresdens Bäder-Sprecher Lars Kühl. Dieser Plan regele, dass die Armaturen regelmäßig betätigt werden, so wie es regulär vorgesehen ist, um Legionellenwachstum vorzubeugen. "So gewährleisten wir die thermische Desinfektion der Anlagen." Darüber hinaus würden überall Wasserproben entnommen, die wiederum ein akkreditiertes Büro untersuche.

Auch im Elbamare wurde ordentlich durchgespült. Die Becken selbst waren die Schließzeit über leer. Mit Einlassen des Wasser sei hochgechlort worden, so Katrin Michalsky von der Betriebsleitung.

Welche Regeln gelten in den Hallenbädern?

In den Freibädern wird das Prinzip schon umgesetzt: weniger Besucher für mehr Abstand. Für das Georg-Arnhold-Bad heißt das, dass dort nur noch 140 Besucher gleichzeitig hineingelassen werden. Im Elbamare gilt ein Maximum von 130 Gästen. Auch an der Freiberger Straße wird gekürzt. Mit der Reduzierung der Besucherzahl sollen Ansteckungen vermieden werden. Die Abstandsregeln seien unter anderem in den Umkleidekabinen und in den Duschen gültig.

Darüber hinaus müssen Gäste im Elbamare einen Mund- und Nasenschutz zwischen dem Eingangsbereich und den Umkleidekabinen tragen. Auch an der Freiberger Straße und im Georg-Arnhold-Bad gibt es dafür ausgewiesene Zonen, zum Beispiel an der Kasse und an den Garderobenschränken. Wer keine Maske dabei hat, kann bei den städtischen Bädern welche für 1,50 Euro pro Stück eine kaufen.

Die Regeln sind verpflichtend und Teil der Hygienekonzepte, die man dem Dresdner Gesundheitsamt vorgelegt hat.

Kann ich vor Ort Eintrittskarten kaufen?

Ein Problem: Weil weniger Menschen in die Bäder hinein dürfen, besteht die Gefahr, dass sich am Einlass lange Besucherschlangen bilden. Das wäre jedoch mit Blick auf die Abstandsregeln grob fahrlässig. Deshalb werden Gäste gebeten, sich vorab im Internet ein Ticket zu besorgen. Dort wird auch angezeigt, ob noch Plätze verfügbar sind, sodass man sich gar nicht erst auf den Weg machen muss, sollte die Halle voll sein. So wird es bereits in den Freibädern gehandhabt.

Während man für die Freibäder Tagestickets bekommt, werden im Elbamare vorerst nur Zwei-Stunden-Tickets für fest gebuchten Zeiten verkauft, auch für die Sauna. "Um möglichst vielen Gästen einen Badbesuch zu ermöglichen", heißt es. Mehrkosten entstünden nicht. Der Einlass ins Bad erfolge schnell, nahezu kontaktlos und damit sicher. An der Freiberger Straße wird es Tickets für eineinhalb Stunden geben. Sie kosten für Erwachsene 4,50 Euro, Kinder zahlen zwei Euro. Außerdem wird es in den Hallen möglich sein, Zehner-Karten zu kaufen beziehungsweise einzulösen. Im georg-Arnhold-Bad werden Tickets für maximal zwei Stunden verkauft. Erwachsene zahlen dafür sieben Euro, Kinder 3,50 Euro. Ein Kombiticket für die Halle und das Freibad wird es vorerst nicht geben. Aus diesem Grund bleibt die Drehkreuzanlage zum Außenbereich geschlossen. Die Saunalandschaft bleibt bis auf Weiteres geschlossen. 

Die Dresdner Bäder GmbH hat außerdem ihren Online-Ticketshop ausgebaut. Bezahlen kann man dort nun auch per Sofortüberweisung. Bisher war dies nur per Kreditkarte und Paypal möglich. Wer einen Gutschein bestellen möchte, hat zudem die Möglichkeit, Vorkasse auszuwählen. 

Sowohl in den Hallenbädern, das Elbamare eingeschlossen, als auch in den Freibädern ist ein geringes Kartenkontingent an der Kasse erhältlich, für diejenigen, die Schwierigkeiten mit einer Onlinebestellung haben.

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