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Meißen: Corona-positiv nach sieben Tagen

Der Handel beklagt, dass die Maskenpflicht immer lascher gehandhabt wird.

Einige Kunde in sächsischen Einzelhandelsgeschäften werden mittlerweile aggressiv, wenn sie auf die fehlende Maske angesprochen werden.
Einige Kunde in sächsischen Einzelhandelsgeschäften werden mittlerweile aggressiv, wenn sie auf die fehlende Maske angesprochen werden. © dpa

Meißen. Im Landkreis Meißen gibt es einen weiteren positiven Fall. Damit sind im Landkreis Meißen bislang 246 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Von diesen befinden sich drei Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Es sind keine Kontaktpersonen von positiven Fällen zu verzeichnen. Unabhängig vom Status der Quarantäne ist aktuell keine Person stationär aufgenommen. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

Mit Blick auf die heutige SZ-Berichterstattung zur Maskenpflicht und deren Hürden in der Umsetzung mahnt der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, wieder mehr Disziplin bei der Einhaltung der Coronaregeln an, um die Gefahr einer zweiten Pandemiewelle zu minimieren. Bei einem zweiten Lockdown seien viele Handelsunternehmen nicht mehr zu retten.

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Die Erfahrungen der letzten Tage in Sachsen in Sachen Maskenpflicht zeigten, dass die Unternehmen zunehmend Diskussionen im aggressiver werdenden Tonfall ausgesetzt sind, weil sie sich in einer Situation befinden, die erlassenen Regelungen der Corona-Schutzverordnung nach Auffassung des Sächsischen Sozialministeriums durchsetzen zu sollen. Das birgt unabhängig von der fehlenden hoheitlichen Befugnis auch einen zunehmend gesellschaftlichen Zündstoff im respektvollen Umgang miteinander.   

© Gesundheitsamt Meißen
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Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen unterdessen auch immer mehr Ingenieurbüros. Dies ergab eine Umfrage der Bundesingenieurkammer und der Bundesarchitektenkammer. Demnach gaben 61 Prozent der befragten Mitglieder der Ingenieurkammer Sachsen an, derzeit die negativen Folgen der Corona-Pandemie zu spüren.

"Die Umfrage und auch die allgemeine Stimmung machen deutlich, dass sich die Situation für die Ingenieurbüros in Sachsen weiter verschärfen wird. 36 Prozent der Befragten beklagen derzeit Absagen und Rückstellungen von Aufträgen. Im April lag dieser Wert noch bei 25 Prozent", mahnt Prof.-Dr.-Ing. Hubertus Milke, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen. "Zudem kommt es zu immer stärkeren Verzögerungen von Genehmigungsprozessen durch die unterbesetzte öffentliche Verwaltung."

Für die kommenden 12 Monate erwarten 53 Prozent der sächsischen Ingenieurbüros einen Rückgang der Auftragslage. Dies gilt insbesondere für öffentliche Aufträge. "Die planenden Ingenieure leisten im Freistaat einen wichtigen Beitrag zur Daseinsfürsorge", so Milke.

"Dazu zählen Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Wasser- und Energieversorgungen sowie der Wohnungsbau und Strukturwandel. Die öffentliche Hand darf bereits geplante Investitionen nun nicht auf Eis legen. Dies würde den wirtschaftlichen Aufschwung massiv hemmen.“ Stattdessen empfiehlt Prof. Milke, die Krise als Chance zu nutzen und Planungsprozesse durch vereinfachte Vergabe- und Genehmigungsverfahren nunmehr deutlich zu beschleunigen. (SZ/pa)

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