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Corona-Warn-App mit technischen Tücken

Die App ist schon 14 Millionen Mal heruntergeladen worden. Im Landkreis Meißen gibt es nach wie vor 240 Corona-Fälle.

Die offizielle Corona-Warn-App auf einem iPhone. Nutzer werden benachrichtigt, sollten sie sich in der Nähe eines am Coronavirus -Erkrankten aufgehalten haben, wenn dieser die App ebenso installiert hatte und seine Erkrankung meldet.
Die offizielle Corona-Warn-App auf einem iPhone. Nutzer werden benachrichtigt, sollten sie sich in der Nähe eines am Coronavirus -Erkrankten aufgehalten haben, wenn dieser die App ebenso installiert hatte und seine Erkrankung meldet. © Florian Ulrich/Jan Huebner

Meißen. Die Corona-Situation im Landkreis Meißen zeigt sich auch am Mittwoch  unverändert stabil. Es gibt keinen Anstieg zum Montag. 240 Personen sind bislang positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Bei 220 der Fälle ist die behördlich angeordnete Quarantäne wieder beendet. Zwei Patienten werden weiter stationär behandelt. Beide liegen nicht auf der Intensivstation. 20 Personen sind insgesamt verstorben. 21  Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. Das ist die gleiche Anzahl wie am Vortag. Das teilte das Landratsamt mit.

Die Corona-Warn-App ist laut Robert Koch-Institut inzwischen von 14,3 Millionen Menschen heruntergeladen worden. Das sind knapp 18 Prozent der Bevölkerung. Ein guter Erfolg. Nach ursprünglicher Bewertung von Experten seien aber rund 60 Prozent der Bevölkerung nötig, damit die App wirkt. Neuerdings sagen Experten allerdings, es würden schon 15 Prozent genügen, wenn andere Vorsichtsmaßnahmen beibehalten werden. 

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Jedoch weist die App noch einige technische Tücken auf. Vor allem eine Fehlermeldung dürfte so manche Nutzer in letzter Zeit irritiert haben: Kontaktmeldungen würden von Corona-Warn in dieser Region möglicherweise nicht unterstützt, heißt es auf vielen iPhones. Die Funktionalität der App sei in diesen Fällen jedoch nicht beeinträchtigt, betonen die Entwickler. Diese Meldung sollten Nutzer einfach mit „Ok“ bestätigen, die Kontakt-Ermittlung funktioniere danach ganz normal weiter. Wer sichergehen will, dass die App nicht ausgebremst wird, kann den Herstellern zufolge in den Geräte-Einstellungen unter „Datenschutz“, „Health“ und „Covid-19-Kontaktprotokoll“ den Status überprüfen. Bei der Warnung handele es sich um einen Fehler in Apples Betriebssystem iOS. Der Konzern arbeite bereits an einer Lösung, die voraussichtlich mit dem nächsten iOS-Update ausgespielt werde.

Eine andere Fehlermeldung betrifft Smartphones mit Android-Betriebssystem. In einigen Fällen heißt es, die Risiko-Ermittlung habe seit mehr als 24 Stunden nicht mehr aktualisiert werden können. In diesen Fällen sollte der Nutzer sicherstellen, dass die App im Hintergrund laufen und so stets aktualisiert werden kann. Auch einzelne Energiesparmodi verschiedener Hersteller, die sich nicht an die Vorgaben von Android halten, könnten die Corona-Warn-App ausbremsen, erklären die Hersteller. Einige Hersteller hätten für diese Fälle bereits Lösungswege veröffentlicht.

Nach Einschätzung von Experten, ist die App allein kein Mittel, sich vor Ansteckungen zu schützen. Sie ist nur ein weiteres Hilfsmittel, um die Pandemie zu bekämpfen. Weitere Maßnahmen wie Abstand, Mundschutz und umfangreiche Tests sind zudem notwendig.

Der sächsische Landkreis mit den meisten Corona-Infizierten ist Zwickau (886). Meißen liegt an viertletzter Stelle vor Chemnitz (211), dem Kreis Leipzig (196) und Nordsachsen (143). Die meisten Corona-Fälle wurden laut der John Hopkins Universität in den USA registriert (rund 2,63 Millionen). Deutschland ist in der Tabelle mit 195.000 Fünfzehnter. Weltweit gibt es rund 10,48 Millionen Fälle mit 511.000 Corona-Toten. (mit dpa)

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