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Meißner Schulen sollen bald für alle öffnen

Die aktuelle Fallzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Meißen stagniert bei 221. Die Öffnung der Spielplätze bringt viel Verantwortung für Kommunen und Eltern.

Am Mittwoch geht es für die vierten, neunten und elften Klassen auch in Sachsen und im Landkreis Meißen wieder los. In Hamburg ist der Schulstart schon heute (Foto). Aber nur mit Abstand.
Am Mittwoch geht es für die vierten, neunten und elften Klassen auch in Sachsen und im Landkreis Meißen wieder los. In Hamburg ist der Schulstart schon heute (Foto). Aber nur mit Abstand. © Foto: Christian Charisius/dpa

Meißen. Die Corona-Zahlen des Landkreises Meißen vom 4. Mai sind weiter erfreulich. Es gibt unverändert 221 positiv getestete Personen, davon konnten 178 die häusliche Quarantäne beenden. Sieben Patienten werden stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch. 17 Menschen sind im Landkreis Meißen an bzw. mit Corona gestorben. Die Zahl der Kontaktpersonen beträgt 61. Sie befinden sich in häuslicher Isolation. Das teilte das Landratsamt Meißen am Montag mit.

Die nicht nur im Landkreis Meißen moderate Entwicklung der Epidemie lässt auf weitere Lockerungen im Alltag hoffen. Die neue Verordnung im Freistaat Sachsen mit Beginn 4. Mai reicht bis zum 20. Mai. Es gibt zwar weiterhin die Aufforderung, auf private Reisen, Ausflüge und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Doch erlaubt sind inzwischen Aufenthalte im öffentlichen Raum mit einem erweiterten Personenkreis. Auch öffentliche Einrichtungen wie Museen, Ausstellungen, Park- und Gartenanlagen sind geöffnet, ebenso Außensportanlagen und Spielplätze. Dennoch  müssen Hygienevorschriften strikt eingehalten werden. Hier haben auch Eltern und  Freizeitsportler eine hohe Mitverantwortung. 

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Der Zuwachs stagniert.
Der Zuwachs stagniert. © Gesundheitsamt Meißen
Die Kurven flachen sich ab.
Die Kurven flachen sich ab. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul liegt weiter vorn.
Radebeul liegt weiter vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen. 
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen.  © Gesundheitsamt Meißen
Die Verdopplungszeit steigt stark an.
Die Verdopplungszeit steigt stark an. © Gesundheitsamt Meißen

Amtsärztin Petra Albrecht: „Bei allem Verständnis für Forderungen nach einer raschen Rückkehr in den Alltag, sollten wir bedenken, dass die aktuellen Entwicklungen ohne die restriktiven Maßnahmen nicht erreicht worden wäre." Ab Mittwoch nehmen auch die Schülerinnen und Schüler der Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, der Oberschulen und Förderschulen den Unterricht wieder auf. Ebenfalls geöffnet werden zu diesem Termin die 4. Klassen an Grund- und Förderschulen. 

„Die Wiederaufnahme des Unterrichts in der Primarstufe zunächst ab Klassenstufe 4 ist damit begründet“, so Landrat Arndt Steinbach, „dass die älteren Grundschüler am ehesten Abstands- und Hygieneregeln einhalten können.“ Trotz schrittweiser Wiederaufnahme des Unterrichts sei mit einer Rückkehr zum Normalbetrieb bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr zu rechnen, sagte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz.

Eine dritte Stufe der Öffnung der Schulen sei allerdings in Planung. Dabei soll es einen Wechsel zwischen Präsenzzeiten an der Schule und häuslichen Lernzeiten geben. Für die Schulträger – in der Mehrzahl Städte und Gemeinden – ist jede Rückkehr in den Alltag eine besondere Herausforderung.

Die französische Covid-19-Patientin, die seit dem 4. April im Fachkrankenhaus Coswig behandelt und zunächst auch künstlich beatmet wurde, konnte entlassen werden. In Frankreich wird die Patientin allerdings weiter stationär versorgt. Die beiden anderen europäischen Patienten sind inzwischen so stabil, dass auch sie demnächst entlassen werden können. Allerdings müssen auch sie in der Heimat weiterhin medizinisch versorgt werden. Alle drei Patienten trafen schwerkrank in Coswig ein und mussten mehrere Tage aufgrund akuten Lungenversagens beatmet werden. Schließlich gelang es, sie komplett von der Beatmung zu entwöhnen. Die Verständigung war übrigens kein Problem. Die beiden Patienten aus dem Elsass sprechen deutsch. Am Bett des Italieners halfen ein Klinikarzt und ein Tablet bei der Übersetzung. (SZ/um)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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