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Meißner Virusfahnder bleiben im Job

Das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen lässt seine acht bewährten Rechercheteams aktiv. Aktuell gibt es 227 Corona-Fälle und 19 Sterbefälle.

Der große Andrang ist vorbei: die Corona-Ambulanz am Elblandklinikum Meißen. Sie bleibt aber weiter bestehen. Möglich ist auch wieder ein Umzug vom Zelt direkt ins Krankenhaus.
Der große Andrang ist vorbei: die Corona-Ambulanz am Elblandklinikum Meißen. Sie bleibt aber weiter bestehen. Möglich ist auch wieder ein Umzug vom Zelt direkt ins Krankenhaus. © Foto: SZ/Ulf Mallek

Meißen. Die Corona-Lage im Landkreis Meißen ist nach wie vor stabil. Das Landratsamt meldete am Mittwochvormittag insgesamt 226 Covid-19-Fälle. Später gab es noch eine Nachmeldung von einer weiteren Person, also insgesamt 227 Fälle. Das ist ein Anstieg von einem Fall  im Vergleich zum Vortag. 201 Patienten sind inzwischen wieder genesen. Neun Personen sind aktuell stationär aufgenommen, davon zwei auf der Intensivstation. 19 Sterbefälle wurden registriert. Das ist keine Veränderung zum Vortag. Die meisten der Gestorbenen waren über 80 Jahre alt.

Für Amtsärztin Petra Albrecht sind diese Zahlen sehr erfreulich: „Sie belegen, dass das Virus sich nicht mehr dynamisch ausbreitet." Aus ihrer Sicht gibt es dafür mehrere Ursachen: das umsichtige Verhalten der Landkreisbewohner, die strikte Recherche der Infektionsketten und sehr wahrscheinlich auch die Jahreszeit. Ob die Gefahren aber schon gebannt sind, wird die Zukunft zeigen. Es bleiben die Hygiene- und Abstandsregeln, strenge Besuchsvorschriften in Alten- und Pflegeheimen und Krankenhäusern bestehen. Wird die Grenze von 50 bestätigten Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche überschritten, müssen die Landkreise wieder schärfere Maßnahmen in Kraft setzen. 

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Anlässlich des Besuchs des Bundestagsabgeordneten Thomas de Maizière (CDU) im Meißner Elblandklinikum am Montag sagte der Ärztliche Direktor Dr. Martin Wolz, dass jeder Patient, der ins Krankenhaus kommt, auf Corona getestet wird. Bei geplanten Operationen und Aufenthalten geschieht das in der Regel zwei Tage zuvor, bei Notfällen sofort. "So schützen wir unsere Patienten und uns selbst", sagte Wolz. Der große Ansturm an der Hotline für das Corona-Testlabor ist erst einmal  vorbei, sagte der Chef der Notfallambulanz Dr. Thomas Peschel. Daher ist jetzt auch möglich, Personen zu testen, die keine klaren Symptome aufwiesen und auch keinen Kontakt zu Infizierten hatten. Ein Test-Kriterium dabei ist auch, wenn die Betroffenen in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Seit Tagen gibt es kaum noch Zuwachs. 
Seit Tagen gibt es kaum noch Zuwachs.  © Gesundheitsamt Meißen
Die Meißner Kurve ist schon sehr flach.
Die Meißner Kurve ist schon sehr flach. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul liegt vorn.
Radebeul liegt vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die meisten Sterbefälle sind in der Altersgruppe über 80 Jahre.
Die meisten Sterbefälle sind in der Altersgruppe über 80 Jahre. © Gesundheitsamt Meißen

Die Elblandkliniken halten an ihrem Konzept der Corona-Station in Meißen vorerst fest und bereiten parallel die Rückkehr zur Regelversorgung vor. Auch die acht  Rechercheteams des Gesundheitsamtes bleiben bestehen, auch wenn einige Virusfahnder jetzt andere Aufgaben übernehmen.

Der sächsische Landkreis mit den meisten Infizierten ist Zwickau (814). Meißen liegt an viertletzter Stelle vor Chemnitz (198), dem Kreis Leipzig (191) und Nordsachsen (140). Weltweit die meisten Corona-Fälle wurden laut der Johns Hopkins Universität in den USA registriert (rund 1,37 Millionen). Deutschland ist mit 173.000 Achter. Weltweit gibt es rund 4,26 Millionen Fälle mit 292.000 Corona-Toten.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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