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Meißen

Warum tragen Kreisangestellte keine Maske?

Im Landreis Meißen gibt es keinen Anstieg bei Corona-Fällen. Vor der Öffnung von Restaurants, Clubs, Schulen und Kitas bestehen noch viele Unsicherheiten.

Auf oder ab: Der Mundschutz in Behörden sorgt für Diskussionen. Bürger kritisieren, dass sie im Landratsamt Meißen eine Maske tragen müssen, die Angestellten aber nicht.
Auf oder ab: Der Mundschutz in Behörden sorgt für Diskussionen. Bürger kritisieren, dass sie im Landratsamt Meißen eine Maske tragen müssen, die Angestellten aber nicht. © Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild

Meißen. Die Corona-Lage im Landkreis Meißen ist nach wie vor stabil. Das Landratsamt meldete am Donnerstagvormittag insgesamt 227 Covid-19-Fälle. Das ist kein Anstieg  im Vergleich zum Vortag. 201 Patienten sind inzwischen wieder genesen.  Neun Patienten werden stationär behandelt, zwei davon auf der Intensivstation. Es gibt 52 Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. 19 Sterbefälle wurden registriert. Das ist keine Veränderung zum Vortag. Die meisten der Gestorbenen waren über 80 Jahre alt. 

Amtsärztin Petra Albrecht informierte auf der Beratung des Krisenstabes, dass es  oftmals den Wunsch nach Begutachtung gebe. „Dazu sind wir leider personell nicht immer in der Lage." Allerdings benötigen Freibäder, Freizeit- und Erholungsparks oder Angebote der Kinder- und Jugendarbeit eine Genehmigung durch das Gesundheitsamt. Mehr Informationen dazu hier. 

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Andere Bereiche verantworten ihr Öffnungskonzept eigenständig. Oftmals beraten auch die Stadt- und Gemeindeverwaltungen die jeweiligen Betreiber. Grundlage für jedes Konzept sind die Einhaltung der bekannten Regeln, wie Abstand, Mund-Nase-Abdeckung und das gründliche Händewaschen. Eine Möglichkeit für Gaststätten, sich kompetente Hilfe zu holen, sind die jeweiligen Fachverbände, wie die Dehoga Sachsen. 

Beim Thema Kindertagesstätten und Schulen sind die Städte und Gemeinden im Landkreis Meißen derzeit dabei, gemeinsam mit dem Personal praktikable Hygienekonzepte zu erarbeiten. Gefragt ist auch die Mitwirkung der Eltern, die in einer täglichen Erklärung bestätigen müssen, dass ihre Kinder symptomfrei sind. Sachsen Kultusminister Christian Piwarz: „Es handelt sich dabei um kein medizinisches Attest. Eltern müssen sich bewusst sein, dass sie ihre Kinder bei Symptomen zu Hause lassen.“ In normalen Infektionszeiten sei dies ja oft nicht der Fall. 

Die Landkreisverwaltung wird bis Ende Mai ihren Regelbetrieb an allen Standorten wieder aufnehmen. „Dazu bedarf es noch einiger Vorbereitungen“, so Dezernent  Manfred Engelhard. Der Kritik von Besuchern, dass nur sie, aber nicht die Verwaltungsangestellten eine Mund-Nase-Abdeckung tragen müssen, begegnet die Kreisverwaltung mit Hinweisen auf umfangreiche Arbeitsschutzmaßnahmen. Dazu gehören auch Plexiglaswände. Auskunft gibt auch die Corona-Bürgerhotline: 0800 1000214.

Der sächsische Landkreis mit den meisten Infizierten ist Zwickau (825). Meißen liegt an viertletzter Stelle vor Chemnitz (199), dem Kreis Leipzig (191) und Nordsachsen (141). Weltweit die meisten Corona-Fälle wurden laut der Johns Hopkins Universität in den USA registriert (rund 1,37 Millionen). Deutschland ist mit 173.000 Achter. Weltweit gibt es rund 4,36 Millionen Fälle mit 297.000 Corona-Toten.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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