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Anstieg der Corona-Fälle im Landkreis Meißen geht weiter

Allerdings gab es nur eine neue Infektion. Der private Konsum wird sich wegen Corona in diesem Jahr um rund fünf Prozent verringern. Es entstehen aber auch positive Effekte.

Auf einem Schild, das an einer geöffneten Bäckerei klebt, steht "Danke, dass ihr für uns weitermacht". Insbesondere der stationäre Einzelhandel leidet sehr unter der Pandemie.- Der private Konsum wird in diesem Jahr um rund fünf Prozent zurückgehen.
Auf einem Schild, das an einer geöffneten Bäckerei klebt, steht "Danke, dass ihr für uns weitermacht". Insbesondere der stationäre Einzelhandel leidet sehr unter der Pandemie.- Der private Konsum wird in diesem Jahr um rund fünf Prozent zurückgehen. © Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Meißen. Wieder einer mehr. Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Meißen steigen langsam weiter.  Das Landratsamt meldete am Freitag insgesamt 250 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen, von denen sich fünf  in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Damit ist im Vergleich zum Vortag eine positiv getestete Person dazugekommen. Derzeit sind zudem fünf Kontaktpersonen identifiziert worden.  Unabhängig vom Status der Quarantäne ist aktuell kein Patient in stationärer Behandlung. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

Aufgrund der wieder steigenden Fallzahlen wird das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen der Aufforderung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt nachkommen und ab sofort auch am Wochenende wieder die Fallzahlen an die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen melden. Der Krisenstab des Landkreises Meißen wird jedoch – aufgrund der derzeit noch moderaten Fallzahlen  – vorerst nicht zusammentreten.

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Schön flache Kurven, aber sie wollen nach oben.
Schön flache Kurven, aber sie wollen nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Wieder ein kleiner Anstieg.
Wieder ein kleiner Anstieg. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen

In dieser Woche ist die Allgemeinverfügung zur Regelung des Betriebes von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und von Schulen veröffentlicht worden. Diese kann hier auf der Website  eingesehen werden. Sie tritt mit Schuljahresbeginn am 31. August 2020 in Kraft und gilt bis 21. Februar 2021.

Ungleichheit der Einkommen steigt

Trotz eines Rückgangs der Umweltbelastung in der Corona-Krise dürfte die Pandemie den nationalen Wohlstand in Deutschland im laufenden Jahr deutlich verringern. Verantwortlich dafür ist nicht nur der Rückgang des privaten Konsums, sondern auch ein absehbarer Anstieg der ökonomischen Ungleichheit als Krisenfolge. Das ergab eine Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung

Allein der private Konsum wird in diesem Jahr um rund fünf Prozent geringer ausfallen, ergaben die Berechnungen der Experten.  Zudem dürfte die Ungleichheit der Einkommen zugenommen haben, weil Geringverdiener infolge des Lockdowns häufiger Einkommenseinbußen erlitten. Ein Grund: Sie arbeiten oft in Berufen, „in denen eine Verlagerung ins Homeoffice gar nicht oder sehr viel schwerer möglich ist“. Hinzu kommt die gestiegene Arbeitslosigkeit. Kapitaleinkommen sind den Forschern zufolge weniger von der Krise betroffen – die Börsenkurse erholen sich beispielsweise bereits wieder.

Andere Faktoren wirken sich positiv aus. Zum Beispiel die gesunkenen Kosten des Pendelverkehrs: weniger Stress, Zeitverlust, Energieverbrauch, Umweltbelastung. Besonders drastisch zeigt sich der Unterschied am Beispiel der Verkehrsunfälle, deren Zahl im März und April um 23 beziehungsweise 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. 

Nach Ansicht der Wissenschaftler geht der positivste Effekt der Corona-Pandemie aber von der verringerte Umweltbelastung aus. Ersten Untersuchungen zufolge ist etwa der Stromverbrauch von Ende April bis Anfang Juli um beinahe  zehn Prozent gesunken. Die täglichen CO2-Emissionen lagen Anfang April weltweit um 17 Prozent unter dem Wert von 2019. 

Bei einigen anderen Komponenten trauen sich die Forscher keine Prognose für das aktuelle Jahr zu. Ob zum Beispiel die Kriminalität und die dadurch verursachten gesellschaftlichen Kosten sinken oder zunehmen werden oder ob die „gesellschaftlichen Ausgaben zur Kompensation von Umweltbelastungen“ höher oder niedriger ausfallen werden als im vergangenen Jahr, ist noch nicht abzusehen. 

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