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Jetzt 196 positive Corona-Tests im Kreis Meißen

Das ist nur ein kleiner Anstieg. Die Ladeninhaber sind trotz geringen Kundenstroms zufrieden. Ab Mittwoch herrscht Maskenpflicht im Landratsamt.

Im Landkreis Meißen werden derzeit allerorts Masken genäht.
Im Landkreis Meißen werden derzeit allerorts Masken genäht. © Claudia Hübschmann

Meißen. Auf die vorsichtigen Lockerungen im Alltag haben dieLandkreisbewohner  am Montag eher zurückhaltend reagiert. In der Meißner Innenstadt waren viele kleine Läden geöffnet, der Kundenstrom hielt sich aber in Grenzen. Die Ladeninhaber waren dennoch zufrieden. Im Vergleich zu der Woche vor Ostern war es richtig lebendig. Die Polizei berichtete im Krisenstab von lediglich drei Ordnungswidrigkeiten im gesamten Landkreis, allerdings auch von vielen Fragen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der neuen Rechtsverordnung. Das teilte das Landratsamt am Dienstag mit. 

Derzeit gibt es im Landkreis insgesamt 196 positive Tests, das sind drei mehr als am Vortag. 135 Menschen konnten nach überstandener Corona-Infektion die Quarantäne beenden. Zehn Patienten werden aktuell stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch. Elf Menschen sind insgesamt an Covid-19 verstorben. Das ist kein neuer Anstieg.  164 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in häuslicher Isolation. 

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Nur ein moderater Anstieg.
Nur ein moderater Anstieg. © Gesundheitsamt Meißen
Die Kurven flachen sich ab. 
Die Kurven flachen sich ab.  © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul immer noch an der Corona-Spitze.
Radebeul immer noch an der Corona-Spitze. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die Verdopplungszeit korrigiert leicht nach unten. 
Die Verdopplungszeit korrigiert leicht nach unten.  © Gesundheitsamt Meißen

Die immer noch sehr moderate Corona-Statistik für den Landkreis Meißen ist nach Auffassung der Amtsärztin Petra Albrecht kein Grund zur Sorglosigkeit. „Mit mehr Kontakten wird sich auch die Zahl der Infizierten wieder erhöhen und parallel dazu die der Kontaktpersonen.“ Die Recherche der Infektionsketten und damit die Ermittlung möglichst aller Kontaktpersonen ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Eindämmung der Pandemie. Das umsichtige Verhalten der Bürger gehört auch dazu.

Nachdem sich die Ansicht durchgesetzt hat, dass die Mund-Nasen-Masken eine wichtige Schutzfunktion erfüllen, wird überall im Landkreis Meißen genäht. „Bislang haben wir 89 Nähmaschinen organisiert. Weitere werden folgen“, so Zeithains Bürgermeister Ralf Hänsel im Krisenstab. Der Bedarf ist groß.

Fragen gibt es zur Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Horten. Der Freistaat hat die Zahl der Bedarfsgruppen erweitert. Die Fragen der Bürgermeister sind, ob das Messen der Körpertemperatur hilfreich sei, eine Infektion frühzeitig zu erkennen? Und: Sollten akribisch geführte Listen im Notfall über Kontakte des Kindes informieren? Die Kontaktlisten können die Arbeit der Rechercheteams im Notfall erleichtern, das Temperaturmessen sei keine Option, da auch andere Infekte Ursache sein könnten, so die Amtsärztin. Auch bei den Kontaktlisten sollte der bürokratische Aufwand nicht zu hoch sein.

Die Landkreisverwaltung bleibt für den uneingeschränkten Besucherverkehr weiterhin geschlossen. „Wir bieten Termine für persönliche Anliegen“, erklärte der zuständige Dezernent Manfred Engelhard, „die nach telefonischer Absprache vergeben werden.“ Wichtig für alle Besucher ist der Mund-Nasen-Schutz ab Mittwoch. „Das kann auch ein Tuch oder Schal sein“, so Manfred Engelhard. (SZ/um)   

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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