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Polizei meldet 600 Demonstranten im Kreis Meißen

Die Anzahl der Corona-Fälle im Landkreis stagniert weiter. Das Rettungsamt legt Reserven von Schutzausrüstung für eine mögliche zweite Welle an.

Die Anzahl der Menschen, die gegen die Corona-Beschränkungen demonstrieren, nimmt zu. Polizisten beobachten das Geschehen, um Gewaltausbrüche verhindern zu können.
Die Anzahl der Menschen, die gegen die Corona-Beschränkungen demonstrieren, nimmt zu. Polizisten beobachten das Geschehen, um Gewaltausbrüche verhindern zu können. ©  Claudia Hübschmann

Der Landkreis Meißen meldet am Dienstag weiter niedrige Corona-Zahlen. Die Anzahl der positiven Tests liegt bei 232 und hat sich demzufolge nicht erhöht. Davon konnte 207 ehemals Infizierte die behördlich angeordnete Quarantäne beenden. Unabhängig vom Status der Quarantäne werden nach wie vor sechs Patienten stationär behandelt, einer davon auf der Intensivstation. 19 Menschen sind an bzw. mit Covid-19 verstorben. 36 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne. 

Dr. Nicole Rodewald aus dem Gesundheitsamt sagte  in der Sitzung des Krisenstabes: „Die Teams, die mehrheitlich aus Angestellten der Verwaltung gebildet wurden, können jederzeit ihre Recherchearbeiten wieder aufnehmen, sollte sich die Zahl der Neuinfektionen erhöhen.“ Auch die Elblandkliniken hoffen auf weitere Lockerungen. Vorstand Frank Ohi sagte: „Wir wünschen uns, dass wieder Besuche in den Kliniken erlaubt werden, natürlich mit strengen Hygieneauflagen. Unsere Patienten vermissen die persönlichen Kontakte zu Verwandten und Freunden. Die aktuelle Entwicklung erlaubt eine Besucherregelung, die wir organisieren und kontrollieren.“ 

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Der für die Verwaltung zuständige Dezernent Manfred Engelhard informierte den Stab über die Öffnung aller Verwaltungsstandorte. „Zunächst muss sich dazu der Freistaat analog einer geänderten Allgemeinverfügung äußern, denn nach derzeitigen Regeln ist eine generelle Öffnung nicht möglich. Wir haben uns konzeptionell darauf vorbereitet, allerdings mit einigen Einschränkungen.“ Grund sind Hygienestandards, die weiterhin gelten.

Polizeihauptkommissar Raiko Riedel berichtete über die Demonstranten in Großenhain, Riesa, Meißen, auch Radeburg. Über 600 Protestgänger und Impfgegner zogen insgesamt durch die Innenstädte. Die Polizei beobachtet die Demonstrationen u.a. auch, um Gewalt wie in Pirna zu verhindern.

Das Amt für Brand-, Katstrophenschutz und Rettungswesen unter Leitung von Ronald Voigt sorgt weiterhin für die Verteilung von Schutzausrüstung wie beispielsweise Masken, ist zeitgleich aber damit beschäftigt, Reserven für eine mögliche zweite Welle im Herbst anzulegen. „Die Erfahrung der Corona-Krise hat gezeigt, dass wir insgesamt nur unzureichend auf eine Epidemie vorbereitet waren. Das Defizit betrifft fast ausschließlich die Schutzausrüstung. In allen anderen Bereichen – wie etwa beim Rettungswesen oder der Intensivtherapie in den Kliniken – sind wir sehr gut aufgestellt."

Der Krisenstab wird nach Anordnung von Landrat Arndt Steinbach analog der Corona-Entwicklung nur noch einmal pro Woche beraten. „Die Zahlen rechtfertigen diese Entscheidung.“ Es sei wichtig, dass die Verwaltung ihre Tagesaufgaben auch außerhalb der Krise wieder zeitnah erledigen könne. (SZ/um)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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