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Kinder von Corona weniger betroffen

Eine neue Studie bestätigt: Bei der großen Mehrheit der Kinder nimmt die Erkrankung einen milden Verlauf. Die Corona-Lage im Landkreis Meißen ist weiter sehr stabil.

Sie haben gut lachen: Kinder sind von Corona deutlich weniger betroffen. Das beweist auch eine neue Studie aus London. 582 infizierte Heranwachsende sind von den Forschern untersucht worden.
Sie haben gut lachen: Kinder sind von Corona deutlich weniger betroffen. Das beweist auch eine neue Studie aus London. 582 infizierte Heranwachsende sind von den Forschern untersucht worden. © Pelikan/obs

Meißen. Die Corona-Situation im Landkreis Meißen zeigt sich auch am Freitag  unverändert stabil. Es gibt keinen Anstieg zum Vortag. 240 Personen sind bislang positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Bei 220 von ihnen ist die behördlich angeordnete Quarantäne wieder beendet. Zwei Patienten werden weiter stationär behandelt. Beide liegen nicht auf der Intensivstation. 20 Personen sind insgesamt verstorben. 12 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. Das sind zwei weniger als am Vortag. Das teilte das Landratsamt mit.

Gute Nachricht, vor allem für alle Familien: Die Sterblichkeitsrate unter mit dem Coronavirus infizierten Kindern ist laut einer europaweiten Studie sehr gering. Das teilte der Fernsehsender ntv am Freitag mit. Weniger als ein Prozent der infizierten Kinder und Jugendlichen sterben an den Folgen der Infektion. Das geht aus einer von der Fachzeitschrift "The Lancet Child & Adolescent Health" veröffentlichten Untersuchung hervor.

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Bei der großen Mehrheit der mit dem Coronavirus infizierten Kinder und Jugendlichen nehme die Erkrankung nur einen milden Verlauf, so der Leiter der Studie, Marc Tebruegge vom University College London. Für die Untersuchung hatte das europäische Forscherteam die Krankheitsverläufe von 582 Minderjährigen im Alter zwischen 3 und 18 Jahren ausgewertet, die in 82 Gesundheitseinrichtungen versorgt worden waren. Alle diese Kinder und Jugendlichen waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nur vier von ihnen starben. Zwei der Verstorbenen hatten Vorerkrankungen.

In acht Prozent der Fälle nahm die von dem Virus ausgelöste Atemwegserkrankung Covid-19 einen schwereren Verlauf, der eine Intensivbehandlung erforderlich machte. 16 Prozent der Minderjährigen hatten gar keine Symptome.

Die niedrige Sterblichkeitsrate hat offenbar damit zu tun, dass Vorerkrankungen unter Minderjährigen deutlich seltener sind als bei Erwachsenen. Die Forscher gehen weiter davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit bei Kindern und Jugendlichen, an der Coronavirus-Infektion zu sterben, noch niedriger ist als in ihrer Untersuchung gemessen. Es sei davon auszugehen, dass mit dem Virus infizierte Kinder mit nur mildem Krankheitsverlauf häufig nicht in Krankenhäuser oder andere Gesundheitseinrichtungen gebracht würden. Dieser Anteil von Infizierten sei in der Studie nicht erfasst.

Der sächsische Landkreis mit den meisten Corona-Infizierten ist Zwickau (884). Meißen liegt an viertletzter Stelle vor Chemnitz (211), dem Kreis Leipzig (196) und Nordsachsen (143). Weltweit die meisten Corona-Fälle wurden laut der John Hopkins Universität in den USA registriert (rund 2,42 Millionen). Deutschland ist mit 193.000 Vierzehnter. Weltweit gibt es rund 9,62 Millionen Fälle mit 489.000 Corona-Toten. 

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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