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Eltern dürfen mit Maske ins Schulhaus

Am Montag beginnt die Schule mit neuen Regeln. Experten machen Vorschläge für Pflegeheime. Im Landkreis Meißen ist die Corona-Lage stabil.

Die Ferien sind vorbei. Montag beginnt die Schule. Eine zentrale Maskenpflicht für Schüler und Lehrer gibt es in Sachsen nicht, wohl aber eine Empfehlung: Schüler und Lehrer sollten außerhalb des Unterrichtsraums Masken tragen.
Die Ferien sind vorbei. Montag beginnt die Schule. Eine zentrale Maskenpflicht für Schüler und Lehrer gibt es in Sachsen nicht, wohl aber eine Empfehlung: Schüler und Lehrer sollten außerhalb des Unterrichtsraums Masken tragen. © Arne Dedert/dpa

Meißen. Wieder mal eine Pause. Im Landkreis Meißen sind – unverändert zum Vortag – bislang 259 Personen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden. Das ist keine Veränderung zum Vortag, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Sieben Personen befinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. 42 Kontaktpersonen von positiven Fällen gibt es zudem im Landkreis. Keine Person ist stationär im Krankenhaus aufgenommen. 20 Personen sind insgesamt verstorben.

Ab Montag tritt eine neue Allgemeinverfügung zur Regelung des Betriebs von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, von Schulen und Schulinternaten in Kraft. Zugleich beginnt in Sachsen das neue Schuljahr. Die Verfügung soll bis zum 21. Februar 2021 gelten, dem Beginn der sächsischen Winterferien.  Eltern und andere Personen, die nicht zur Schule gehören, müssen beim  Betreten der Einrichtungen stets eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Auch den Lehrkräften und Schülern wird das Tragen eines Mundschutzes außerhalb des Unterrichts empfohlen. Schulen dürfen auch eine eigene Maskenpflicht anordnen.

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Ab Dienstag tritt dann die neue Sächsische Corona-Schutz-Verordnung in Kraft. Es gelten weiter Kontaktbeschränkungen, das Abstandsgebot von 1,50 Metern zwischen Personen im öffentlichen Raum sowie die Pflicht zum Tragen einer Maske  in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften. Ein Verstoß gegen die Maskenpflicht wird künftig mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro geahndet. Die Rechtsverordnung gilt bis einschließlich 2. November 2020. Die beiden Verordnungen sind hier zu finden.

Eine Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei zur Förderung der Kinos im Freistaat Sachsen ist bereits in Kraft getreten. So können jetzt auch kleinere Kinos in Sachsen, die bislang nicht durch den Bund unterstützt wurden, künftig Geld vom Land erhalten. Dabei geht es um coronabedingt notwendige Investitionen. Anträge für diese Förderung können ab sofort bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) gestellt werden.

Die Kurven sind nicht mehr so flach.
Die Kurven sind nicht mehr so flach. © Gesundsheitsamt Meißen
Kein neuer Anstieg.
Kein neuer Anstieg. © Gesundsheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundsheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundsheitsamt Meißen

Eine neue Leitlinie mit 22 Handlungsempfehlungen, wie soziale Teilhabe und Lebensqualität von Bewohnern von Pflegeheimen bei bestmöglichem Infektionsschutz gesichert werden können, ist jetzt von Wissenschaftlern der Universität Witten erarbeitet worden.  Die Autoren empfehlen dazu die Erstellung eines Pandemieplans, der die Wahrung der Würde der Personen mit Pflegebedarf in den Mittelpunkt stellt. Aufgrund der raschen Entwicklungen, die zum Lockdown geführt haben, konnten die Einrichtungen die erhöhten Bedarfe an Pflege und Betreuung nicht mehr auffangen, da Ressourcen und  Personal fehlten. Ziel der Leitlinie ist es dabei, die Handlungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu stärken und sie bei psychischen Belastungen zu unterstützen. Außerdem soll der Pandemieplan unterschiedliche Gruppen von Bewohnern berücksichtigen, wie zum Beispiel Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Menschen in der Sterbephase, die einer besonderen Versorgung bedürfen.

Ein weiterer Punkt in der Leitlinie ist die individuelle Beziehungsgestaltung. Durch die Reduktion von direkten Kontakten zu Familie und Freunden sind Bewohner dem Risiko ausgesetzt, zu vereinsamen und sozial isoliert zu sein. Bei nicht vorhandener Infektionsgefahr könnten Berührungen zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Angehörigen unter Bereitstellung der geeigneten Schutzausrüstung und Beratung durch Hygienefachkräfte gestattet werden.

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