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Das Coronavirus wird nicht gefährlicher

Experten sehen noch keine höheren Übertragungsraten. Die Lage im Landkreis Meißen ist weiter sehr stabil.

Schutzanzüge - wie hier auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Gütersloh - schützen vor dem Virus auf jeden Fall. Ob seine Mutationen tatsächlich gefährlicher werden, ist nicht klar.
Schutzanzüge - wie hier auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens Gütersloh - schützen vor dem Virus auf jeden Fall. Ob seine Mutationen tatsächlich gefährlicher werden, ist nicht klar. © David Inderlied/dpa

Meißen. Die Corona-Situation im Landkreis Meißen zeigt sich auch am Montag  unverändert stabil. Es gibt keinen Anstieg zum Wochenende. 240 Personen sind bislang positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Bei 220 der Fälle ist die behördlich angeordnete Quarantäne wieder beendet. Zwei Patienten werden weiter stationär behandelt. Beide liegen nicht auf der Intensivstation. 20 Personen sind insgesamt verstorben. 18  Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. Das sind sechs mehr als am Freitag. Das teilte das Landratsamt mit.

In einer noch nicht begutachteten Preprint-Veröffentlichung zu Corona schließen Forscher des amerikanischen Scripps Research Institutes aus Genomanalysen, dass eine Mutation mit der Bezeichnung D614G das Virus infektiöser macht. Zumindest unter Laborbedingungen könne der Erreger mehr Zellen infizieren, berichtete das Team kürzlich.

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Die D614G-Mutation sei in den in Europa und an der Ostküste der USA kursierenden Virusstämmen tatsächlich stark präsent, erklärt Richard Neher von der Universität Basel dazu. "Aus dieser Dominanz lässt sich aber nicht schließen, dass sich das Virus mit der Mutation schneller verbreitet." Die Dominanz sei nicht zwingend auf eine höhere Übertragungsrate zurückzuführen, sondern auf den Zufall.  Die Virusvariante habe am Beginn einzelner größerer Ausbrüche gestanden und sich in der Folge stärker ausgebreitet als andere Varianten.

Der sächsische Landkreis mit den meisten Corona-Infizierten ist Zwickau (884). Meißen liegt an viertletzter Stelle vor Chemnitz (211), dem Kreis Leipzig (196) und Nordsachsen (143). Weltweit die meisten Corona-Fälle wurden laut der John Hopkins Universität in den USA registriert (rund 2,55 Millionen). Deutschland ist in der Tabelle weiter gefallen und mit 195.000  Fünfzehnter. Weltweit gibt es rund 10,17 Millionen Fälle mit 502.000 Corona-Toten. (mit dpa)

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