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Fast 2.800 Unternehmen in Kurzarbeit

Die wirtschaftlichen Folgen von Corona im Kreis Meißen sind erheblich. Positive Neuigkeiten gibt es bei den Elternbeiträgen.

Mehr als 31.000 Arbeitnehmer im Kreis Meißen sind derzeit von Kurzarbeit betroffen, teilt Landrat Arndt Steinbach mit.
Mehr als 31.000 Arbeitnehmer im Kreis Meißen sind derzeit von Kurzarbeit betroffen, teilt Landrat Arndt Steinbach mit. © Jens Büttner/dpa (Symbolbild)

Landkreis Meißen. Die aktuelle deutschlandweite Reproduktionszahl von 0,7 lässt hoffen, dass es beim Thema Corona-Alltag weitere Lockerungen geben wird. Doch zunächst die aktuellen Zahlen für den Landkreis Meißen: Die Zahl der positiven Tests liegt weiterhin bei insgesamt 219 - unverändert zum Tag zuvor.

Auch die anderen Daten sind im Vergleich zum Mittwoch identisch: 165 Infizierte sind genesen und konnten die häusliche Isolation beenden, acht Patienten werden nach wie vor stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch. 

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Eine Erhöhung gibt es bei den Kontaktpersonen von 89 am Mittwoch auf 97 am Donnerstag. Die erneuten Tests in einem Altenpflegeheim im Landkreis Meißen mit ehemals 13 Corona-Infizierten haben fünf Infektionen ergeben. Nach Aussage von Amtsärztin Petra Albrecht folgt in der kommenden Woche ein weitere Testserie: „Wir sind dennoch optimistisch, denn zumindest hat sich die Infektion nicht großflächig ausgebreitet, auch aufgrund der sehr strengen Hygieneregeln.“ 

© Gesundheitsamt Meißen
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Ein wichtiges Thema sind die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. So informierte Landrat Arndt Steinbach (CDU) den Krisenstab, dass „2.772 Unternehmen im Landkreis Meißen Kurzarbeit angemeldet haben, die weit über 31.000 Arbeitnehmer betrifft“. Steinbach hofft, dass die Wirtschaftshilfen des Bundes wie des Freistaates „für den Mittelstand eine Brücke über diese Krise darstellen.“

Die offene Frage der Elternbeiträge ist geklärt. Die 1. Beigeordnete des Landkreises Janet Putz erklärte, dass der Freistaat die Befreiung auch jener Eltern, die ihre Kinder aufgrund beruflicher Pflichten in der Kita während der angeordneten Schließung notbetreuen lassen konnten, aufgehoben sei: „Ab Montag müssen alle Eltern, die ihre Kinder in die Kita bringen, wieder Beiträge bezahlen, wobei die Städte und Gemeinden letztendlich diesen Teil der Finanzierung entscheiden.“ 

Der SSG-Verantwortliche im Krisenstab und Zeithainer Bürgermeister Ralf Hänsel wird das Thema mit den Bürgermeistern des Landkreises beraten. Die Beruflichen Schulzentren in Großenhain, Meißen, Radebeul und Riesa bereiten den regulären Schulbetrieb vor. „Hier stehen wir vor großen organisatorischen Herausforderungen“, so Janet Putz. Vor allem im BSZ Großenhain sind gute Lösungen gefragt, da hier die räumlichen Möglichkeiten eher gering sind. Es gibt erste Überlegungen für einen Schichtunterricht, der sich aber mit zusätzlichen Hygieneforderungen verknüpft. 

Die Elblandkliniken arbeiten nach Auskunft von Klinikvorstand Frank Ohi an einem Übergangskonzept, das die Rückkehr in den Normalbetrieb mit den weiteren medizinischen Herausforderungen der Corona-Infektionen verbindet: „Die Station in Meißen bleibt nach aktuellen Überlegungen bestehen, an den anderen Standorten gibt es die Möglichkeit einer ersten Diagnostik bei Infektions-Verdacht.“ Gegenwärtig werde sich aber an der bestehenden auch intensivmedizinischen Struktur nichts ändern.

Die Elblandkliniken erreichen weit weniger Testanforderungen als noch vor 14 Tagen. „Ob sich mit dieser Entwicklung schon ein Rückzug der Infektionsgefahren verknüpft“, erklärte der Vorstand, „lässt sich erst in ein bis zwei Wochen sagen.“

Kreis stellt Angebote für Kinder und Jugendliche online

Weiterhin werden viele Kita- und Schulkinder zu Hause betreut. Das Bildungsbüro der Landkreisverwaltung informiert deshalb auf einer neuen Seite  über Bildungs- und Beschäftigungsangebote für Kinder und Jugendliche, aber auch für Erwachsene. Die Bandbreite geht von Informationen zum Umgang mit digitalen Medien für die Kleinsten über Lernvideos für Schüler aller Klassenstufen bis zu digitalisierten Ausstellungen.

Weitere Themen, wie sportliche Angebote, Wohnzimmerkonzerte, initiiert durch die Musikschule des Landkreises, sowie Familienbildungs- und Beratungsangebote sind Tipps für einen möglichst entspannten Familienalltag. Einige Angebote können aufgrund der aktuellen Lage auch kostenlos genutzt oder getestet werden. 

Ergänzungen oder Anregungen können per E-Mail an [email protected] mitgeteilt werden. (SZ)

www.kreis-meissen.org/16346.html

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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