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Arbeitslosigkeit wegen Corona in Meißen noch moderat

Die Kurzarbeit puffert die negativen Auswirkungen der Pandemie noch ab. Im Landreis Meißen bleibt die Anzahl der Corona-Fälle stabil bei 240.

Besonders von der Corona-Pandemie betroffen war die Automobilindustrie. Deshalb ist an Automobilstandorten die Kurzarbeit besonders hoch. Der Landkreis Meißen liegt im oberen Mittelfeld.
Besonders von der Corona-Pandemie betroffen war die Automobilindustrie. Deshalb ist an Automobilstandorten die Kurzarbeit besonders hoch. Der Landkreis Meißen liegt im oberen Mittelfeld. © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Meißen. Die Corona-Situation im Landkreis Meißen zeigt sich auch am Dienstag  unverändert stabil. Es gibt keinen Anstieg zum Montag. 240 Personen sind bislang positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Bei 220 der Fälle ist die behördlich angeordnete Quarantäne wieder beendet. Zwei Patienten werden weiter stationär behandelt. Beide liegen nicht auf der Intensivstation. 20 Personen sind insgesamt verstorben. 21   Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. Das sind drei mehr als am Montag. Das teilte das Landratsamt mit.

Der massive Einsatz von Kurzarbeit puffert derzeit die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den deutschen Arbeitsmarkt ab. Im bundesweiten Durchschnitt war im April für gut 31 Prozent der Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt. Dabei gibt es sehr große regionale Unterschiede: Während die Betriebe in Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für die Mehrheit der Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt haben, weisen Ludwigshafen (11,6 Prozent), Leverkusen (16,2 Prozent) und Mainz (16,4 Prozent) die niedrigsten Quoten auf. Das meldet die Hans-Böckler-Stiftung in einer Mitteilung. Der Landkreis Meißen liegt mit 36 Prozent etwas über dem sächsischen Durchschnitt. Zwickau hat mit 45,6 Prozent die höchste Quote vor dem Vogtlandkreis mit 43,2 und dem  Erzgebirgskreis mit 40,7 Prozent. Am wenigsten Kurzarbeit gibt es in Dresden (23) und Nordsachsen (28).  Meißens Nachbarn Pirna (37,8) und Bautzen (34,1) liegen in etwa gleichauf. 

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Mehr noch als in der kurzen, aber tiefen Rezession 2008/2009 ist das Kurzarbeitergeld so zum wichtigsten arbeitsmarktpolitischen Instrument in der Corona-Krise geworden, heißt es in der Studie. Trotz des enormen Einsatzes der Kurzarbeit ist auch die Arbeitslosigkeit coronabedingt zwischen März und Mai um 478.00 Personen oder rund 20 Prozent angestiegen. Die Arbeitslosenquote fällt mit 6,1 Prozent gegenwärtig aber noch verhältnismäßig moderat aus. Im Landkreis Meißen liegt sie sogar noch darunter (6,0). Am besten in Sachsen schneiden der Erzgebirgskreis und Zwickau ab (je 5,2), am schlechtesten Görlitz (8,5) und Leipzig-Stadt (8,0). Pirna und Bautzen liegen bei 5,5 und 5,5 Prozent.

Der sächsische Landkreis mit den meisten Corona-Infizierten ist Zwickau (886). Meißen liegt an viertletzter Stelle vor Chemnitz (211), dem Kreis Leipzig (196) und Nordsachsen (143). Weltweit die meisten Corona-Fälle wurden laut der John Hopkins Universität in den USA registriert (rund 2,59 Millionen). Deutschland ist in der Tabelle  mit 195.000 Fünfzehnter. Weltweit gibt es rund 10,3 Millionen Fälle mit 505.000 Corona-Toten.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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