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Pirna

Corona-Tests ab Montag in Schulsporthalle

In Pirna geht eine neue Abstrich-Praxis in Betrieb. Wer Symptome hat, meldet sich aber erst mal woanders.

Sporthalle am BSZ in Pirna-Copitz: Acht Raumzellen mit Bauzäunen und Planen für Verdachtsfälle abgetrennt.
Sporthalle am BSZ in Pirna-Copitz: Acht Raumzellen mit Bauzäunen und Planen für Verdachtsfälle abgetrennt. © Daniel Förster

In der Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Wirtschaft (BSZ) in Pirna-Copitz können Montag, 30. März, Patienten auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet werden. Dafür richtet die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) bis dahin gemeinsam mit dem Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eine sogenannte "Abstrichpraxis" neben der Schule an der Pillnitzer Straße 13 ein. Das hat der Krisenstab des Kreises kurzerhand entschieden. Sie wird Betroffenen, die entweder durch ihren behandelnden Arzt oder das Gesundheitsamt dorthin überwiesen worden sind, zur Verfügung stehen. Das teilt KVS-Pressesprecherin Katharina Bachmann-Bux auf Anfrage mit. Solche Abstrichstationen gibt es bereits auf dem Pirnaer Sonnenstein, in Dippoldiswalde und in Freital.

Menschen, die sich möglicherweise mit dem Virus infiziert haben, werden dann aus ihrer häuslichen Quarantäne dorthin zum Abstrich hinbestellt. Mit dieser mobilen Untersuchungseinrichtung soll vor allem verhindert werden, dass Infizierte die Praxen oder eine Klinik betreten und so das Covid-19-Virus eben dorthin tragen. Es solle das unnötige Infektionsrisiko für medizinisches Personal oder gar Ärzte vermeiden.

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Am Mittwoch und bis zum frühen Donnerstagnachmittag hatten zahlreiche Ehrenamtliche vom Technischen Hilfswerk Pirna den Aufbau der Praxis unterstützt. Im Inneren der Sportstätte trennten sie aus Bauzäunen und Planen acht Raumzellen ab, in denen Patienten getrennt warten und untersucht werden können. Für die separate Zufahrt bzw. dem separaten Zugang zur Turnhalle haben die Helfer einen großen Teil des Außengeländes und des Lehrerparkplatzes mit Bauzäunen abgesperrt. Der Zugang zur Schule wird unabhängig davon weiterhin gewährleistet. Laut Schulleitung ist er allerdings nur noch vom Schülerparkplatz aus möglich. 

Was tun, wenn man glaubt, sich infiziert zu haben?

Verdachtspersonen sind angehalten, sich selbstständig in häusliche Vorsorgequarantäne begeben. Ihr erster Ansprechpartner ist nach wie vor der Hausarzt. Ihn, die ärztliche Bereitschaftsdienst oder das Gesundheitsamt (03501 5151166, 03501 5151177, 03501 5151188) sollen Betroffene bei Symptomen zunächst ausschließlich telefonisch kontaktieren. Entscheidet eine dieser Stellen, dass ein Corona-Test gemacht werden soll, wird der Patient nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt zum vereinbarten Termin zum Rachenabstrich in die Corona-Abstrichpraxis einbestellt.

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