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Tschechen dürfen wieder ausreisen

Das Nachbarland hat die wegen der Corona-Pandemie bestehenden Reisebeschränkungen gelockert. Pendler sehen darin eher ein Problem.

Symbolbild.
Symbolbild. © CTK

Die seit Dienstag geltenden Lockerungen bei Ausreisen haben in Tschechien zu Wartezeiten an der Grenze geführt. In Harrachov (Harrachsdorf) bildete sich gleich morgens eine fast ein Kilometer lange Schlange und auch in Petrovice mussten die Menschen Geduld mitbringen. Der Grund: Die Ausreise von Tschechien ist wieder möglich - unter bestimmten Umständen. "Sie müssen triftige berufliche oder private Gründe angeben", teilt der Liberecer (Reichenberger) Hauptmann Martin Puta mit. Jede Ausreise wird registriert und deren Wichtigkeit geprüft. "Zuerst sollten die zuständigen Behörden konsultiert werden", empfiehlt Puta. 

Die Lockerung der Reiseeinschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie kündigte das Innenministerium vergangene Woche an. Viele Pendler sehen in den neuen Regelungen aber eher eine weitere Restriktion. Anstatt für drei Wochen können die Grenzpendler zwar nun für zwei Wochen ausreisen und am Arbeitsort im Nachbarland bleiben. Nach der Rückkehr müssen sie aber nach wie vor mit zwei Wochen in strenger Quarantäne rechnen.

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Vier Wochen von Zuhause weg

Ausgenommen sind einige Berufsgruppen und Personen, die sich maximal 24 Stunden im Ausland aufhalten wollen. Dies betrifft die Mitarbeiter des Rettungssystems oder Menschen, die zu einem Arzt, Begräbnis oder Gericht müssen. Die Tschechen, die in Zittau wohnen und im Nachbarland arbeiten, müssen zuerst für zwei Wochen in die Quarantäne und erst dann zur Arbeit. "Das würde bedeuten, einen gesamten Monat von der Familie weg zu sein", erklärt Jan Randacek die Situation. Er hat in Zittau sein neues Zuhause gefunden und muss zurzeit die Liberecer Galerie im Home-Office aus leiten. Viele Familien, die auf beiden Seiten der Grenze leben, sind schon seit über einem Monat getrennt.

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In der Region Liberec waren bis Dienstagmorgen 180 Corona-Fälle bekannt. Zwei Menschen sind gestorben, 28 haben die Krankheit überwunden. Auf 100.000 Einwohner kommen 40 Kranke. In den Laboren in Liberec und Ceská Lipa konnten bereits 2.930 Menschen getestet werden.  Das trifft nun auch auf 2.100 Mitarbeiter in Pflegeheimen zu. Die Prüfungen sollen dort in regelmäßigen Intervallen wiederholt werden. "Wir wollen dadurch die Bewohner als Risikogruppe schützen", begründet Hauptmann Martin Puta die Maßnahme.

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