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Corona: Über 20 Dresdner Ärzte und Pfleger infiziert

Neben mehreren Krankenhäusern sind auch ein Altenpflegeheim und eine Arztpraxis in Dresden betroffen. Wie die Einrichtungen nun vorgehen.

Auch Ärzte und Pflegekräfte haben sich in Dresden mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.
Auch Ärzte und Pflegekräfte haben sich in Dresden mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. © dpa/Peter Steffen (Symbolfoto)

Dresden. In Krankenhäusern und Pflegeheimen wird das neuartige Coronavirus besonders gefürchtet. Einerseits, weil dort Menschen untergebracht sind, die bereits Vorerkrankungen und mitunter ein geschwächtes Immunsystem haben. Andererseits, weil dort Ärzte und Pfleger arbeiten, die inmitten der Epidemie ausfallen, wenn sie selbst erkranken. In Dresden sind inzwischen mehrere Einrichtungen davon betroffen.

Wie das sächsische Sozialministerium auf SZ-Anfrage am Dienstag mitteilte, sind fünf Ärzte und 13 Pflegekräfte in Dresdner Krankenhäusern positiv auf das Virus getestet worden. Hinzu kommen zwei Mitarbeiter einer Arztpraxis und vier Mitarbeiter eines Seniorenwohnheims. Ebenfalls angesteckt haben sich ein Bewohner einer Behindertenwohnstätte sowie ein Asylsuchender in einer Asylunterkunft. Nähere Angaben zu den konkreten Einrichtungen, die betroffen sind, machte das Ministerium nicht.

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Die Alten- und Pflegeheime haben laut Ministerium die notwendigen Handlungsanweisungen bekommen, wie im Falle eines Verdachts oder einer nachgewiesenen Infektion zu verfahren ist – Hygieneanweisungen, Isolation innerhalb der Heime und Quarantäne des positiv getesteten Personals. "Dort, wo Personal auf Grund von Krankheit oder positivem Test nicht zur Verfügung steht, gibt es eine zum Teil trägerübergreifende Unterstützung aus benachbarten Einrichtungen", so ein Sprecher des Ministeriums. Sollte es Neuaufnahmen geben, würden die künftigen Bewohner vorher getestet.

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Die Stadt verweist beim Thema Schutz auf das Besuchsverbot, das der Freistaat verfügt hat. Dadurch soll der Eintrag des Virus' durch Außenstehende verhindert werden. "Darüber hinaus haben die Einrichtungen, so gut es unter den aktuellen Gegebenheiten möglich ist, ihr Hygieneregime nochmals verstärkt", so das Gesundheitsamt.

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