merken
PLUS Dresden

Unterwegs ohne Maske: Dresden rät zu Bescheinigung

In den letzten Tagen sind Menschen ohne Mundschutz angefeindet worden. Dabei gibt es für manche Menschen Gründe, ihn besser wegzulassen.

Mundschutz ist in Bahnen zwar Pflicht. Allerdings ist es nicht jedem möglich, eine Maske zu tragen. Diese Menschen sollten etwas beachten, rät Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin.
Mundschutz ist in Bahnen zwar Pflicht. Allerdings ist es nicht jedem möglich, eine Maske zu tragen. Diese Menschen sollten etwas beachten, rät Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin. © dpa/Robert Michael (Symbolbild)

Dresden. Dresdens Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke) berichtete in der vergangenen Woche von Menschen, die in der Öffentlichkeit angefeindet wurden, weil sie keinen Mundschutz trugen. Sie machte klar, dass es manchen Dresdnern nicht möglich sei eine Maske zu tragen. So könne es sogar schädlich sein, einen Mundschutz zu tragen, wenn man eine Erkrankung der Lunge habe.

Nun rät Kaufmann diesen Menschen, entweder den Schwerbehindertenausweis mit sich zu führen oder eine Arztbescheinigung, wenn man einkaufen geht oder in die Straßenbahn steigt. Dort sind Mund- und Nasenbedeckung seit vergangener Woche Pflicht.

Anzeige
Der Job-Motor nach dem Kohleausstieg
Der Job-Motor nach dem Kohleausstieg

Die TU Dresden gehört im Bereich zukunftsträchtiger Technologiezweige zu den Spitzenreitern in Europa. Das soll jetzt der Lausitz helfen.

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Gleichzeitig appelliert die Bürgermeisterin, sensibel gegenüber Menschen ohne Mundschutz zu sein, eben weil nicht immer klar ist, ob sie an einer Lungen-Krankheit leiden. Auch seien Kinder von der Masken-Pflicht ausgenommen, wenn sie ein Einschätzung der Eltern nicht in der Lage sind, damit umzugehen. "Eltern und große Geschwister können hier positiv auf die Kleinen einwirken", so Kaufmann. "Kinder ahmen grundsätzlich gern ihre Vorbilder nach."

Die Stadtverwaltung wirbt ab dieser Woche auf 250 Citylight-Plakaten für das Tragen eines Mundschutzes. "Auch wenn beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung kein Eigenschutz gegeben ist, sollen andere Menschen dadurch geschützt werden", so Kaufmann. "Je mehr Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, desto größer der Schutz für den Einzelnen." Darüber hinaus werben die Plakate für einen Mindestabstand von 1,50 Meter untereinander.

Vom Gesundheitsamt gibt es außerdem ein Handzettel, auf dem erklärt ist, wo man einen Mundschutz herbekommt, wie er zu tragen ist, und wie man ihn am besten wäscht.

Weiterführende Artikel

Ab welchem Alter gilt die Maskenpflicht?

Ab welchem Alter gilt die Maskenpflicht?

Eltern sind verunsichert: Müssen Kinder in der Corona-Krise einen Mundschutz tragen? Oder sogar Babys? Nicht alle Bundesländer regeln das explizit.

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per E-Mail. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden