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Corona-Verdacht in Roßweiner Werkstätten

Ein Mitarbeiter könnte sich mit dem neuartigen Virus infiziert haben. Deshalb bleibt der Betriebsteil an der Stadtbadstraße am Montag zu.

In den Roßweiner Werkstätten an der Stadtbadstraße wird am Montag nicht gearbeitet. Es gibt einen Verdachtsfall unter den Mitarbeitern.
In den Roßweiner Werkstätten an der Stadtbadstraße wird am Montag nicht gearbeitet. Es gibt einen Verdachtsfall unter den Mitarbeitern. © Dietmar Thomas

Von Normalität ist in den Roßweiner Werkstätten auch in den vergangenen Tagen nicht die Rede gewesen. Zumindest von der Normalität, die es vor Ausbruch der Corona-Pandemie gegeben hat. Nach dem Neustart ist schon einiges anders gewesen. Nun muss es am Montag erst einmal wieder einen Tag Pause geben, und zwar ausschließlich im Betriebsteil an der Stadtbadstraße.

Die Werkstätten dort bleiben geschlossen. Das betätigte Thomas Richter, der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Döbeln, auf Anfrage von Sächsische.de am späten Sonnabendnachmittag. Die Diakonie ist Träger der Roßweiner Werkstätten, in denen Menschen mit einem Handicap verschiedenen sinnvollen Beschäftigungen nachgehen, sich gebraucht und anerkannt fühlen. Sie nähen zum Beispiel, sind mit der Montage verschiedener Werkstücke betraut, arbeiten in der Grün- und Wäschepflege.

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Mitarbeiter ist getestet worden

Wie Thomas Richter erklärte,  gibt es einen Verdachtsfall unter den Mitarbeitern. "Der Mann ist heute getestet worden. Das Ergebnis soll uns am Montagvormittag vorliegen. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht", so Richter. Sollte sich der Verdacht nicht bestätigen,  spreche wenig dagegen, die Einrichtung an der Stadtbadstraße am Dienstag wieder zu öffnen. 

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Andere Betriebsteile sind dem Geschäftsführer zufolge nicht betroffen. So könnte etwa im Roßweiner Kirchgemeindehaus oder in Hartha wie gewohnt weitergearbeitet werden. Im Kirchgemeindehaus am Roßweiner Schuldurchgang arbeiten die betreuten Mitarbeiter erst seit kurzen. "Wir haben  verschiedene neue Arbeitsstätten gefunden", sagte Richter. So hätten kleinere Gruppen gebildet  und der Infektionsschutz besser umgesetzt werden können. "Wir sind uns unserer Verantwortung auf jeden Fall bewusst", versicherte der Chef des Diakonischen Werkes. Auch unter diesem Gesichtspunkt ruhe die Arbeit an der Stadtbadstraße am Montag - selbst wenn es ein Fehlalarm war und der Corona-Test des Mitarbeiters negativ ausfällt. "Die Gesundheit aller unserer Mitarbeiter ist das Wichtigste." 

Erste Infektion am Freitag gemeldet

Erst am Freitag war bekannt geworden, dass sich eine Hortnerin der Roßweiner Kita "Am Weinberg" mit dem Covid-19-Virus infiziert hat. Daraufhin ist am Sonnabendvormittag bei den Kindern ihrer Gruppe sowie einigen Angehörigen im Gesundheitsamt in Mittweida ein Abstrich genommen worden.  Dass sich auch die Lehrerin der Kinder angesteckt haben könnte, ist im Moment lediglich ein unbestätigter Verdacht.

Aus der Luft gegriffen ist der aber nicht. Die Erst- bis Viertklässler der Grundschule Am Weinberg sind zum großen Teil die Kinder, die nach Schulschluss die gleichnamige Kita besuchen. Wegen Baumaßnahmen im eigentlichen Schulgebäude auf dem Weinberg lernen die Grundschüler im Moment in Räumen der Kommune und des Mitteldeutschen Fachzentrums Metall und Technik (MFM) an der Döbelner Straße. Um den Regelungen der Pandemie-Verordnung Rechnung zu tragen, passiert das in kleineren Gruppen. Gleiches trifft auch auf die Hortbetreuung zu. 

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