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Döbeln

Corona: Verwirrung bei Wochenmärkten

Die Auslegungen der Vorschriften haben für erhebliche Konfusion in der Region Döbeln gesorgt. Märkte wurden an- und wieder abgesagt.

Symbolfoto
Symbolfoto © Arvid Müller

Döbeln. Verwirrung gab es am Dienstag um die Wochenmärkte in der Region, nachdem Märkte in anderen Städten – unter anderem in Leipzig und Chemnitz – wegen der Corona-Krise abgesagt wurden. Angeblich, weil die Ausnahmegenehmigung für diese Märkte vom Freistaat aufgehoben wurden.

Döbeln wollte eigentlich an seinem Wochenmarkt festhalten – unter verschärften Bedingungen. „Nach unserer Auffassung kann der Markt stattfinden“, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher noch am Nachmittag. So sollten diesmal ausschließlich Lebensmittelhändler zugelassen werden. Außerdem sollte sich – ähnlich wie in Supermärkten – nur eine begrenzte Anzahl von Menschen auf dem Markt aufhalten. Am Abend kam dann alles anders. Oberbürgermeister Sven Liebhauser informierte darüber, dass sich die Stadtverwaltung nun doch entschlossen habe, den Wochenmarkt nicht stattfinden zu lassen. Damit wolle man den Regelungen des Freistaates Sachsens zur Eindämmung der Corona-Krise entsprechen.

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Auch Leisnig hatte am Dienstag noch an seinem Markt festgehalten. Am Dienstagvormittag teilten Bürgermeister Tobias Goth (CDU) und Uwe Dietrich vom Ordnungsamt mit, dass es an diesem Mittwoch noch einen Frischemarkt auf dem Platz vorm Leisniger Rathaus geben wird. Der sollte schon eingeschränkt sein. Händler, die keine Lebensmittel anbieten, werden wieder weggeschickt. „Die übrigen werden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes noch einmal auf die geltenden Abstands- und Hygiene-Regelungen hinweisen“, so der Rathauschef. Außerdem stünden die Verkaufsstände diesmal weiter auseinander als in Zeiten vor Corona. Ob der Leisniger Wochenmarkt an diesem Mittwoch wirklich stattfinden wird, konnte unsere Zeitung am Dienstagabend nicht herausfinden.

Die Stadt Roßwein kündigte noch am Dienstagabend auf ihrer Internetseite an, dass der Markt am Mittwoch zum vorerst letzten Mal stattfindet. Ab 26. März werden die Wochenmärkte in Roßwein bis auf weiteres ausgesetzt. Begründet wird dieser Schritt mit der Allgemeinverfügung zu Ausgangsbeschränkungen. Diese lege fest, welche Wege zu welchen Geschäften und Verkaufsstellen für den alltäglichen Bedarf erlaubt bleiben. Dabei sind Wochenmärkte nicht enthalten.

Wer sich am Mittwoch auf den Waldheimer Wochenmarkt aufmachen wollte, der kann sich diesen Weg sparen. Die Stadtverwaltung habe Händler darüber informiert, dass der Markt in dieser Woche ausfällt, teilte Waldheims Ordnungsamtsleiterin Christin Rost auf Anfrage mit. Wie sie weiter sagte, sei diese Entscheidungen nach nochmaligen Beratungen am Dienstag getroffen worden. „Zum großen Teil sind ältere Leute Kunden auf dem Wochenmarkt, und gerade die sollen ja vor Ansteckungen geschützt werden.“

Auch der Wochenmarkt in Hartha, der am Donnerstag stattgefunden hätte, ist abgesagt worden.

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