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Corona: Viele Sachsen ändern Urlaubspläne

Wie eine Exklusiv-Umfrage von sächsische.de zeigt, musste etwa die Hälfte der Sachsen umplanen. Besonders eine Gruppe ist davon betroffen.

Exotische Ziele sind in diesem Sommer ohnehin schwer zu erreichen.
Exotische Ziele sind in diesem Sommer ohnehin schwer zu erreichen. © dpa

Wandern in der Sächsischen Schweiz statt Rucksack-Tourismus in Neuseeland, Baden in der Ostsee statt Strandurlaub auf den Seychellen - die Corona-Krise und die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden in diesem Jahr erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung des Sommerurlaubs haben. Weil die deutsche Bundesregierung die internationale Reisewarnung zuletzt bis 14. Juni verlängert hat, rechnen viele mit einem Ansturm auf deutsche Reiseziele. Das heißt: Viele schon bezahlte Reisen werden umgebucht oder es wird umgeplant für den Sommer.

Das gilt auch für die Sachsen, wie eine repräsentative Umfrage von sächsische.de und den Meinungsforschern von Civey ergeben hat. Demnach haben sich bei fast der Hälfte der Sachsen die Urlaubspläne für diesen Sommer wegen der Corona-Pandemie verändert. 

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Zugleich gaben aber auch rund 45 Prozent an, dass sich diese nicht geändert haben. Eine mögliche Erklärung hierfür: Entweder war noch kein Sommerurlaub geplant oder der Urlaub sollte sowieso in Deutschland stattfinden. Denn nach wie vor ist das beliebteste Reiseziel der Deutschen Deutschland. Experten schätzten vor der Corona-Krise, dass 30 Prozent der Urlauber die Landesgrenzen nicht verlassen. 

Wie eine Detailauswertung der Umfrage ergibt, haben vor allem die jüngeren Sachsen ihre Urlaubspläne verändert. Rund 59 Prozent der 18- bis 29-Jährigen gaben das an. In den anderen Altersgruppen ist der Anteil der Umbucher oder Umplaner hingegen fast gleich und bewegt sich zwischen rund 45 und 50 Prozent.

Eine große Differenz ergibt sich auch, wenn man die Haushalte mit Kindern und ohne Kindern getrennt betrachtet. Demnach sagen 53 Prozent der Sachsen ohne Kinder, dass sie ihre Urlaubspläne verändert haben. Bei den Sachsen mit Kindern sind es hingegen nur rund 39 Prozent. Eine mögliche Erklärung: Eine Auslandsreise mit Kindern ist tendenziell teuer, die Fahrt oder der Flug für Kinder anstrengend. Viele Sachsen mit Kindern hatten deswegen also eh einen Sommerurlaub in Deutschland geplant. Dabei können sie auch in Corona-Zeiten bleiben. 

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Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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