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Corona in Dresden: Kein weiterer Todesfall

Mehrere Zahlen deuten auf Entspannung, auch in den Krankenhäusern. Nur die Zahl der Neuinfektionen sinkt kaum noch. Alle Zahlen zur Pandemie.

Die Dresdner Corona-Zahlen zeigen Entspannung an, nur die Inzidenz nicht.
Die Dresdner Corona-Zahlen zeigen Entspannung an, nur die Inzidenz nicht. © Archiv/Rene Meinig

Dresden. Kein weiterer Corona-Todesfall. Das ist eine gute Nachricht aus Dresden. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist niedrig, meldet die Stadt an diesem Sonntag. Das sorgt für Entspannung auf den Intensivstationen. Nur die Inzidenz passt nicht zu den guten Nachrichten. Das sind die neuesten Zahlen zu Corona in Dresden.

Die Infizierten

Das Gesundheitsamt hat am Sonnabend 23 weitere Corona-Infektionen gemeldet. Das sind - wie jeden Sonntag - deutlich weniger als an allen Werktagen der vergangenen Woche. 22.083 Infektionen wurden bisher insgesamt in Dresden nachgewiesen.

Bei 20.354 Personen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich aller Verstorbenen bedeutet dies, dass zurzeit 817 Infektionen aktiv sind.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion. Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen auch gesund sind oder noch mit Spätfolgen zu kämpfen haben, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz spiegelt die Zahl der Neuninfektionen der letzten sieben Tage wider. Und diese passen nicht so recht zu den ansonsten positiven Entwicklungen. Im Gegenteil, vom Sonnabend zum Sonntag ist sie gestiegen. Am Sonnabend lag sie bei 53,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, am Sonntag meldet das RKI 58,9. Für ganz Sachsen gibt das RKI die Inzidenz derzeit mit 77,8 an. Das heißt: Die Zahl der Neuinfektionen stagniert mehr oder weniger.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist entscheidend für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen. Zum 15. Februar haben Kitas und Grundschulen wieder geöffnet, zum 1. März sollen unter anderem auch die Friseure öffnen dürfen.

Für weiterreichende Lockerungen haben sich Bund und Länder am 10. Februar auf eine Wochen-Inzidenz von 35 verständigt, auch, um für eine Ausbreitung neuer Virusvarianten gewappnet zu sein. In Dresden haben sich bereits mindestens drei Menschen nachweislich mit der britischen und der südafrikanischen Variante angesteckt, einer von ihnen innerhalb der Stadt.

Stationäre Fälle und Krankenhaus-Kapazitäten

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Dresden liegt am Sonntagmittag bei 25. So niedrig war sie zuletzt Anfang November. 23 Patienten mussten am 6. November wegen Corona auf Intensivstationen behandelt werden. Seit dem 7. November war diese Zahl stets höher. 15 Patienten müssen derzeit invasiv beatmet werden, weil sie ohne diese Hilfe nicht genug Sauerstoff bekommen.

Von zwei weiteren stationären Einweisungen berichtete das Gesundheitsamt ebenfalls am Sonntag. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten somit insgesamt 1.962 Infizierte eine stationäre Versorgung.

Entwicklung der Todesfälle

Das Dresdner Gesundheitsamt hat am Sonnabend keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion mitgeteilt. Das ist eine sehr gute Nachricht. Fünf waren es am Freitag, einer am Sonnabend. Seit Pandemiebeginn sind in Dresden 912 Menschen an den Folgen von Covid-19 verstorben.

Die Todeszahlen werden in der Regel mit einiger Verspätung bekanntgegeben, weil das Gesundheitsamt mitunter selbst erst mit einigen Tagen Verzug von Sterbefällen erfährt.

Alter und Geschlecht der Todesopfer

Das RKI hat alle 912 Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet. Das entspricht exakt der Zahl, die auch die Stadt bisher gemeldet hat. Fast alle Dresdner Todesopfer waren demnach mindestens 60 Jahre alt. Dreiviertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Insgesamt 16 Opfer waren jünger und zwischen 35 und 59 Jahren alt.

Insgesamt sind bisher etwa vier Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Allerdings: In der Gruppe der über 80-Jährigen ist die Fallsterblichkeit über den gesamten Pandemie-Zeitraum wesentlich höher, sie liegt aktuell bei rund 21 Prozent.

Alter und Geschlecht der Infizierten

Das RKI hat bisher 22.025 Fälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Sie verteilen sich wie folgt:

Den absoluten Zahlen zufolge haben sich insbesondere Dresdner im Alter zwischen 15 und 59 Jahren angesteckt. Stellt man allerdings die Infizierten über 80-Jährigen allen über 80-Jährigen, die in Dresden leben, gegenüber, so ist diese Altersgruppe am stärksten von der Pandemie betroffen.

Das Gesundheitsamt meldete am Sonnabend 18 Pflegeheimbewohner und Mitarbeiter, für die aktuell eine Quarantäne gilt. Sieben Pflegeheime sind demnach von mindestens einer Corona-Infektion betroffen, zwei weniger als am Freitag.

Dresden im Vergleich

Wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner sind in Deutschlands Landkreisen und kreisfreien Städten in den vergangenen sieben Tagen gezählt worden? Alle gelben bis roten Kommunen in der Grafik gelten als Risikogebiet (Inzidenz über 50).

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