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Weniger neue Lehrverträge

Krisenbedingt startet das Handwerk im Kreis Meißen verhalten in das kommende Ausbildungsjahr.

Ein Auszubildender demonstriert in einer Werkstatt das Gasschweißen.
Ein Auszubildender demonstriert in einer Werkstatt das Gasschweißen. ©  dpa/Sebastian Kahnert

Landkreis. Die Handwerksbetriebe in den Landkreisen Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie in Dresden haben bis Ende April mit insgesamt 435 Frauen und Männern einen Lehrvertrag für eine Ausbildung ab dem Spätsommer fest vereinbart. Das sind 77 Lehrverträge weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr und entspricht einem Minus von rund 15 Prozent.

„Der Rückgang der neu abgeschlossenen Lehrverträge ist ein erstes Zeichen für die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Handwerk“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. „Umsatzeinbußen und Auftragsrückgänge lassen viele Handwerksfirmen derzeit vorsichtig agieren und Zurückhaltung üben.“ 

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Die längere Schließung der Schulen sowie die coronabedingte Absage von Veranstaltungen zur Berufsorientierung und Karrierechancen sind erschwerende Faktoren, die das Thema Ausbildung etwas in den Hintergrund haben rücken lassen. Brzezinski betont: „Es ist sowohl im Interesse der Unternehmen als auch im Interesse der Schulabgänger, wieder aktiver aufeinander zuzugehen.“

Die Hitliste der beliebtesten Ausbildungsberufe im Kammerbezirk Dresden führt derzeit der Kraftfahrzeugmechatroniker an. 81 junge Frauen und Männer wollen das Einmaleins der Autokunde erlernen. Dahinter folgen die Ausbildungsberufe zum Elektroniker (51) sowie zum Tischler (26).

 Einen Überblick über freie Lehrstellen und Praktikaplätze in Ostsachsen bieten die Online-Börse der Handwerkskammer Dresden. Derzeit sind dort mehr als 200 Lehrstellen-Gesuche von Handwerksfirmen aus den Landkreisen Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie aus der Landeshauptstadt Dresden für das kommende Lehrjahr verzeichnet. (SZ/pa)

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