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Döbeln

Wer hilft beim Einkauf?

Viele Pflegedienste unterstützen bei den täglichen Besorgungen. Doch auch in dieser Hinsicht könnten die Anforderungen steigen.

Manuela Ehrt vom Pflegedienst Brambor packt eine Kiste Mineralwasser und weitere Einkäufe ins Auto. Sie geht regelmäßig für Klienten einkaufen.
Manuela Ehrt vom Pflegedienst Brambor packt eine Kiste Mineralwasser und weitere Einkäufe ins Auto. Sie geht regelmäßig für Klienten einkaufen. © Dietmar Thomas

Döbeln. Gerade ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind durch das Corona-Virus gefährdet. Um unnötige Kontakte zu vermeiden, lassen sich viele die Einkäufe nach Hause bringen.

In den meisten Pflegediensten gehört es dazu, dass die Mitarbeiter für die Klienten einkaufen gehen oder diese beim Einkauf begleiten. „Das ist bei uns ein grundsätzliches Angebot. Ich bin mir aber sicher, dass wir dieses in den kommenden Wochen noch ausbauen werden“, sagt Benjamin Brambor, Prokurist bei Brambor Pflegedienstleistungen. Bisher nutzen etwa 50 Klienten diesen Service. Die Kosten werden entweder von der Krankenkasse übernommen oder müssen privat getragen werden. Benjamin Brambor sieht seine Branche in Corona-Zeiten vor steigenden Anforderungen. „Die Pflegekräfte in allen Bereichen werden in solchen Krisensituationen noch stärker als sonst gefordert“, sagt er.

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Beim Kreisverband Döbeln-Hainichen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind bisher keine Anfragen nach Einkaufhilfen eingegangen. „Bisher greifen die familiären Strukturen noch“, sagt René Illig, Leiter Soziale Dienste. Die Situation sei aber im Vorstand schon besprochen worden. „Wenn es Bedarf gibt, würden wir Einkäufe für Corona-Patienten und ältere Menschen übernehmen“, so Illig.

Beim Regionalverband Meißen-Mittelsachsen der Johanniter-Unfall-Hilfe ist eine solche Hilfestellung nicht möglich. „Wir sind mit unseren Aufgaben, zu denen unter anderem die Notbetreuung der Kindertagesstätten gehört, völlig ausgelastet“, sagt Katja Böhme vom Standort in Leisnig. Bei der Volkssolidarität gehört die Unterstützung beim Einkauf mit zu den Aufgaben des Pflegedienstes. Zusätzliche Anfragen seien bisher nicht eingegangen, sagt Juliane Winkler.

Der CAP-Markt in Waldheim steht für barrierefreies Einkaufen. Nach der Eröffnung Anfang Dezember des vergangenen Jahres will der Markt seinen Service weiter ausbauen. Geplant sind der begleitete Einkauf, bei dem die Kunden auch zu Hause abgeholt werden, sowie ein Lieferservice (wir berichteten). „Bisher konnten wir diese Angebote noch nicht umsetzen, hoffen aber, dass dies bald möglich ist“, sagt Geschäftsführerin Annette Wüchner.

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