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Corona: Wie Flüchtlinge geschützt werden

In Bayern und Thüringen gab es Infektionen in Heimen. Das soll hier nicht passieren. So hilft die Belegung der Unterkünfte in Löbau und Zittau dabei.

Auch in den Asylunterkünften gelten während der Corona-Pandemie neue Regeln.
Auch in den Asylunterkünften gelten während der Corona-Pandemie neue Regeln. ©  Archivfoto: Matthias Weber

Das Thema Flüchtlinge beschäftigt auch in Corona-Zeiten. Mehrfach sind Asylunterkünfte in die Schlagzeilen geraten, weil Asylbewerber infiziert waren. Wie schützen sich Asylunterkünfte im Landkreis Görlitz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, fragt sich deshalb mancher.

Der Landkreis Görlitz habe den Heimbetreibern diverse Hygieneempfehlungen mehrsprachig übergeben, teilt Kreissprecherin Franziska Glaubitz mit. Zudem seien Verfahrenshinweise und Aushänge bezüglich des Umgangs in Zeiten des Coronavirus mehrsprachig versendet worden. Die Mitarbeiter in den Unterkünften weisen zudem die Bewohner ständig auf die Regeln hin und achten darauf, dass sich beispielsweise keine größeren Gruppen zusammenfinden und Abstände eingehalten werden. 

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Da stellt sich die Frage, wie in Mehrbettzimmern der notwendige Abstand eingehalten werden kann. Aufgrund der deutlich geringeren Auslastung der Mehrbettzimmer haben die anwesenden Personen mehr Platz, um die erforderlichen Abstände einzuhalten, erklärt Franziska Glaubitz.

Die gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen und Küchen werden täglich mehrfach gereinigt und vor allem desinfiziert, um so das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Die Heimmitarbeiter achten ebenso auf die Anzahl der Personen in den Gemeinschaftsräumen, sodass der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.

Zwischen den einzelnen Einrichtungen in Zittau, Löbau, Friedersdorf und Niesky gibt es dabei keine Unterschiede - die Hygieneempfehlungen, Verfahrensweisen sowie Aushänge in alle Heimen wurden einheitlich versandt, teilt die Kreissprecherin mit.

Derzeit keine Umzüge

Wie Landrat Bernd Lange auf Anfrage der Linken mitteilt, wurden die Monate vor der Corona-Krise genutzt, das Angebot an dezentraler Unterbringung zu erweitern. Der Landkreis habe damals dezentralen Wohnraum an den Standorten Weißwasser und Niesky angemietet, in dem Familien aus Gemeinschaftsunterkünften untergebracht wurden, sagt Franziska Glaubitz.

Dies erklärt auch die relativ niedrige Zahl der Bewohner in den sechs Heimen des Landkreises. So waren laut Kreis zum Stichtag 13. März 2020 in der Zittauer Unterkunft an der Sachsenstraße 77 Personen anwesend. Früher waren hier bis zu 150 Asylbewerber untergebracht. Auch in den beiden Löbauer Heimen liegen die Zahlen der Bewohner mit 91 beziehungsweise 81 deutlich unter der Marke 100. 

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Aktuell erfolgen aber keine Wechsel in dezentrale Wohnungen, da alle Umzüge sowie Gespräche mit Vermietern ausgesetzt wurden, so Franziska Glaubitz. Auch die Sozialarbeiter der dezentral untergebrachten Flüchtlinge haben demnach die Kontaktaufnahme auf ein Minimum reduziert. Somit reduziere sich auch die Einflussnahme und Betreuung auf die dezentral wohnenden Flüchtlinge. An einer optimalen Betreuung werde aber weiter intensiv gearbeitet, versichert der Landkreis. 

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