merken
PLUS Dresden

Corona: Lingnermarkt bald an zwei Tagen?

Zäune, Mundschutz-Pflicht und nur begrenzter Einlass machten den Wochenmarkt am Donnerstag sicherer. Nun sind weitere Regeln geplant.

Die Mundschutz-Pflicht auf dem Lingnermarkt galt auch für Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP).
Die Mundschutz-Pflicht auf dem Lingnermarkt galt auch für Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). © René Meinig

Dresden. Er ist Sachsens größter Wochenmarkt und bei dem Gedränge vom vergangenen Freitag wohl auch eine Virus-Schleuder - der Wochenmarkt an der Lingnerallee. An diesem Donnerstag verschärfte die Stadt deshalb bereits die Regeln. Diese wirkten offenbar. Aber es wird an weiteren Veränderungen gearbeitet.

Eigentlich öffnet der Wochenmarkt um 8 Uhr. "Wir hatten bereits lange vorher eine Schlange mit Besuchern", berichtet der Chef des Amtes für Wirtschaftsförderung Robert Franke. "Deshalb haben wir die Leute bereits um 7 Uhr auf den Markt gelassen."

Anzeige
Verstärkung in IT und Projektleitung gesucht
Verstärkung in IT und Projektleitung gesucht

Das Maschinenbauunternehmen AUMA Drives GmbH sucht einen Projektleiter Produkteinführung (m/w/d) und einen Senior IT-Administrator (m/w/d).

Die Händler machen derzeit wohl alles gerne mit, was zur Entzerrung führt, damit der Markt überhaupt öffnen kann. Die Stände durften nur noch jeweils auf einer Seite der Allee stehen, mit mindestens vier Metern Abstand dazwischen. 

Über das Coronavirus informieren wir Sie laufend aktuell in unserem Newsblog.

Für die Besucher war auch vieles anders. Zäune um den kompletten Markt. Nur ein Eingang, von der Lennéstraße. Und nur rund 60 der sonst 150 Händler boten ihre Waren in dem Berich bis zur Blüherstraße an.

Über diese ging es nur durch einen Zaun und auch nur heraus. Jenseits der Blüherstraße hatten weitere etwa 15 Händler ihre Stände aufgebaut. Wer hierher ging, kam nicht mehr auf direktem Weg zurück, sondern musste sich erneut am Eingang an der Lennéstraße anstellen.  

Auf dem Wochenmarkt an der Lingnerallee haben sich die Besucher durch die Einlasskontrolle  gut verteilt.
Auf dem Wochenmarkt an der Lingnerallee haben sich die Besucher durch die Einlasskontrolle  gut verteilt. © René Meinig
Rings um das abgesperrte Areal bildeten sich Schlangen. Besucher kamen nur mit Mundschutz herein.
Rings um das abgesperrte Areal bildeten sich Schlangen. Besucher kamen nur mit Mundschutz herein. © René Meinig
Entzerrt: Weniger Stände, weiterer Abstand und viel reduzierte Kundenzahl sorgten für mehr Schutz. 
Entzerrt: Weniger Stände, weiterer Abstand und viel reduzierte Kundenzahl sorgten für mehr Schutz.  © René Meinig
Der Übergang zu den Ständen jenseits der Blüherstraße. Wer hier durch ging, kam nicht mehr zurück.
Der Übergang zu den Ständen jenseits der Blüherstraße. Wer hier durch ging, kam nicht mehr zurück. © René Meinig
Auch OB Dirk Hilbert erledigte Ostereinkäufe auf dem Markt. 
Auch OB Dirk Hilbert erledigte Ostereinkäufe auf dem Markt.  © René Meinig

Auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) besuchte den Markt, gegen 10 Uhr. Das Stadtoberhaupt trug den vorgeschriebenen Mundschutz, kaufte Blumen, Eier und einiges mehr. "Ich bin froh, dass die Frischeprodukte aus der Region weiter verkauft werden können", so der OB.

Zwischenzeitlich gehörten Wochenmärkte zu den Bereichen, die wegen der Corona-Krise nicht öffnen durften. Seit vergangener Woche dürfen sie wieder betrieben werden, reduziert und mit strikten Regeln.

Die Stadt hat 5.000 Stück Mundschutz von einer Dresdner Firma herstellen lassen. Diese kosten ein Euro pro Stück, samt Pflegeanleitung - denn sie können wiederverwendet werden. Die Schutzmasken wurden den Marktbesuchern geschenkt.

"Händler und Besucher halten sich an die Vorgaben", so Amtschef Franke. "Die Dresdner wollen regional einkaufen." Deshalb sei er zuversichtlich, dass die Wochenmärkte auch weiterhin geöffnet werden können. 

Mehr zum Coronavirus:

Für den Lignermarkt hat Franke bereits eine Idee, diesen weiter zu verbessern. "Die Stände jenseits der Blüherstraße sind leider etwas abgehängt. Deshalb überlegen wir, ob wir den Markt auf zwei Tage verteilen."

Der gewohnte Tag für den Lingnermarkt ist der Freitag - in dieser Woche Donnerstag wegen Karfreitag. Während der Corona-Krise könnte der Markt zusätzlich montags öffnen, plant Franke. Dann jeweils mit etwa 60 Ständen, ohne über die Blüherstraße hinaus gehen zu müssen. "Dann könnten auch Händler Stände bekommen, die auf anderen Wochenmärkten wegen der Reduzierung der Stände keinen Platz mehr haben", so Franke. 

Es sei wichtig für die Händler und die Kunden, das Angebot zu erhalten. "Aber es muss auch immer der Abstand eingehalten werden", betont Franke. Dabei helfe es auch, für weniger Gedränge zu sorgen, indem neue Märkte entstehen.

In der vergangenen Woche ist der Markt am Wasaplatz an den Start gegangen. "Wir planen einen weiteren Wochenmarkt am Böhnischplatz. Aber dort wird gerade gebaut. Das dauert also noch", so Franke. 

Nachrichten und Hintergründe zum Coronavirus bekommen Sie von uns auch per Email. Hier können Sie sich für unseren Newsletter zum Coronavirus anmelden.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Mehr Nachrichten aus Dresden lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Dresden