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Corona: Zittauer Familie fast wieder gesund

Die junge Mutter und ihre Familie fühlen sich wieder fit - ein letztes Testergebnis steht noch aus.

Von Markus van Appeldorn
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Die mit dem Coronavirus infizierte Zittauer Familie hat ihre Quarantäne beinahe überstanden.
Die mit dem Coronavirus infizierte Zittauer Familie hat ihre Quarantäne beinahe überstanden. © dpa

Eine Videobotschaft machte den Landrat des nordrhein-westfälischen Landkreises Heinsberg deutschlandweit bekannt. Der Kreis ist die am stärksten vom Corona-Virus betroffene Region der Republik. "Irgendwann ist selbst der größte Scheiß vorbei", sagt der Landrat Stephan Pusch da. Irgendwann ist es wieder vorbei - genau dieses Gefühl macht auch Kerstin L. gerade Mut. Sie war Mitte März die erste mit dem Virus infizierte Zittauerin.

"Wir sind alle wieder fit soweit. Es geht bergauf", sagt Kerstin L. Die 31-Jährige ist Mutter dreier Kinder (2, 5, 12) und erwartet ihr viertes. Nur Tage, nachdem ihre Infektion nachgewiesen war, wurden auch ihr Mann und ihre älteste Tochter positiv auf das Virus getestet. Die beiden jüngeren Kinder blieben verschont. "Die beiden wurden am vergangenen Freitag noch einmal vom Gesundheitsamt getestet - negativ", sagt sie und ist zuversichtlich, die häusliche Quarantäne der gesamten Familie bald beenden zu können.

Vorfreude auf Spaziergang

"Ich denke, wir dürfen in zwei Tagen wieder raus - auch wenn's wegen der Ausgangsbeschränkungen keinen großen Unterschied macht", sagt Kerstin L. Die angeordnete Quarantäne sei nicht automatisch nach zwei Wochen beendet. "Wir müssen 48 Stunden lang symptomfrei sein", sagt sie. Sie selbst habe noch leichten Husten, glaubt aber, der rühre daher, dass sie sich zusätzlich eine Erkältung eingefangen hat.

Darin will sich die junge Mutter aber ganz sicher sein, bevor die das Haus verlässt. "Ich habe mich deshalb am Dienstag noch mal vom Gesundheitsamt testen lassen", sagt Kerstin L. Wenn der Test negativ ausfalle, sei die Infektion überstanden. Und wenigstens ein Bedürfnis will sie sich dann sofort erfüllen: "Ich werde eine riesengroße Runde mit unserem Hund ,Keks' gehen." In den letzten zwei Wochen sei sie abhängig von einer hilfsbereiten Nachbarin gewesen, die dem Hund den nötigen Auslauf verschaffte. Kerstin L. ist dankbar für die große Hilfsbereitschaft, die ihre Familie in den letzten Tagen erfahren hat. Aber jetzt werde es auch wieder Zeit, rauszukommen. "Man bekommt schon einen leichten Lagerkoller", sagt sie.

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