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Corona: Zwei von drei Sachsen wollen Impfung

Impfen gegen Corona? Eine repräsentative Exklusiv-Umfrage von sächsische.de zeigt, dass die Skepsis in Sachsen weitaus größer ist als im gesamten Bundesgebiet.

Weltweit wird nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. Wenn es einmal einen geben sollte, scheinen die Menschen in Sachsen überwiegend offen für eine Impfung zu ein.
Weltweit wird nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. Wenn es einmal einen geben sollte, scheinen die Menschen in Sachsen überwiegend offen für eine Impfung zu ein. © dpa-Zentralbild

Noch ist er nicht da und seine Entwicklung wird wohl noch viele Monate dauern. Weltweit arbeiten Forscher derzeit an einem Impfstoff gegen den Corona-Erreger Sars-CoV-2. 

Dabei ist keinesfalls sicher, ob es überhaupt jemals einen funktionierenden Impfstoff geben wird. Sollte dieser jedoch irgendwann zur Verfügung stehen, dann würden sich etwa zwei von drei Sachsen damit impfen lassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat.

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Demnach sagen rund 64 Prozent der Sachsen, dass sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen würden, sobald ein Impfstoff entwickelt ist. Rund 30 Prozent lehnen das ab. Rund sechs Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Dabei ist die Skepsis gegen eine Impfung hierzulande deutlich ausgeprägter als im gesamten Bundesgebiet. Deutschlandweit haben auf die gleiche Frage rund 72 Prozent mit "Ja" geantwortet - also acht Prozentpunkte mehr als in Sachsen. Zugleich lehnen nur 21 Prozent eine Impfung ab. Rund acht Prozent sind bei der deutschlandweiten Auswertung der Frage unentschieden. 

Vielleicht hängt die Skepsis der Sachsen auch mit den unterschiedlichen Signalen aus den Forschungslaboren in jüngster Zeit zusammen. Anfang dieser Woche waren die Hoffnungen auf eine lang anhaltende Immunität und damit auch auf eine lange Wirksamkeit einer möglichen Impfung gedämpft worden. Denn Bluttests der ersten Corona-Patienten in Deutschland zeigten ein deutliches Absinken der Anzahl von sogenannten neutralisierenden Antikörpern im Blut.

Zugleich gibt es Grund zu Optimismus. Ein experimentelles Mittel der US-Biotech-Firma Moderna zeigte einer Studie zufolge erste ermutigende Ergebnisse. So hätten in der ersten Phase von klinischen Tests die Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt.

Für die bundesweiten Zahlen wurde eine Stichprobe mit 5.062 Personen gezogen, die der Grundgesamtheit der deutschen Bevölkerung entspricht. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen besteht aus 260 Personen. 

Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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