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Coronafall in Dresdner Schule

Das neue Schuljahr ist noch jung, jetzt gibt es schon den ersten Fall.

Es gibt einen Corona-Fall an einer Dresdner Schule.
Es gibt einen Corona-Fall an einer Dresdner Schule. © dpa

Dresden. Am Montag begann das neue Schuljahr, jetzt gibt es den ersten Coronafall an einer Dresdner Schule.

Nach SZ-Informationen ist ein Schüler vom St. Benno Gymnasium infiziert, er habe sich nach einem Italienurlaub testen lassen. Wie Eltern berichten, ist er in der 11. Klasse und der ganze Jahrgang wurde 14 Tage in Quarantäne geschickt. Die Schüler sollen Online-Unterricht bekommen. 

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Die Stadt bestätigt am Mittwochabend den Fall. Derzeit ermittelt das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt die Kontaktpersonen. Nach aktuellem Stand sind rund 100 Personen betroffen, die einen Quarantänebescheid bekommen und damit die Schule für 14 Tage nicht besuchen dürfen. 

Gegenwärtig gibt es keine weiteren Corona-Fälle in Dresden, die im Zusammenhang mit Schulen stehen. Die Ansteckung im vorliegenden Fall erfolgte außerhalb der Schule, so die Stadt.

Auf der Website bestätigte das Gymnasium am Mittwochnachmittag den Fall, telefonisch war niemand zu erreichen. Der für Donnerstag geplante Eröffnungsgottesdienst des Schuljahres werde verschoben. "Auf Grund eines Infektionsgeschehens am St. Benno-Gymnasium wird der für Donnerstag geplante Termin für den Schuljahres-Eröffnungsgottesdienst vorerst verschoben." Ein neuer Termin werde rechtzeitig bekannt gegeben.

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Bereits im März hatte sich ein Schüler vom Benno-Gymnasium mit dem Virus infiziert.   Das Testergebnis ging am 15. März ein. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin den Kontakt zur Schulleitung hergestellt und angeordnet, dass die Schule bis einschließlich 27. März geschlossen blieb. Diese Entscheidung erging unabhängig von den Schulschließung generell für alle im März. Damit war im St. Benno-Gymnasium keine Betreuung möglich. Alle betroffenen Personen wurden von der Schulleitung informiert und erhielten einen schriftlichen Bescheid des Gesundheitsamtes, der die häusliche Isolation für 14 Tage anordnete.

Im Mai hatte es einen Coronafall in einer Kita gegeben. Es handelte sich um ein Kind, das Husten und Schnupfen hatte und dessen Eltern es daraufhin testen ließen.  Der Verdacht bestätigte sich. Alle Kontaktpersonen seien bereits vom Gesundheitsamt ermittelt. Für sie bestand Quarantäne.

Alle Kontaktpersonen kamen in Quarantäne. Insgesamt handelte es sich um 20 Erwachsene, Erzieher und Mitarbeiter der Kita, Eltern des erkrankten Kindes und Eltern, die Quarantäne-Kinder betreuen, sowie insgesamt 19 Kinder, so die Stadt.  Die Kita blieb auch geöffnet, da sich die Kontaktpersonen klar nachvollziehen ließen.

Immer wieder wurde diskutiert in und vor in den Sommerferien, ob der Regelbetrieb in Schule und Kitas zu früh sei. Professor Reinhard Berner ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder-und Jugendmedizin an der Uniklinik Dresden betont aber, es gebe aktuell keine Hinweise auf eine hohe Verbreitungsrate des Virus über Kinder. "Kinder erkranken seltener an Covid-19 und wenn, dann verläuft die Krankheit meist mild", so Berner. "In vielen Studien aus unterschiedlichsten Ländern – von Südkorea bis Island – kristallisiert sich immer mehr heraus, dass durch Kinder ausgelöste Infektionsketten, ob in Schulen oder Familien, seltene Ereignisse sind."

Wenn Infektionszahlen dramatisch steigen, werde das auch Auswirkungen in den Schulen haben. Berner hält daran fest, dass die Kinder möglichst in Klassen zusammenbleiben und die Schüler – sofern das umsetzbar ist – möglichst wenig Kontakt zu anderen Klassen haben. "Wenn die Kinder auf den Gängen aneinander vorbeilaufen, ist es unkritisch, aber es sollten nicht unbedingt gemischte Gruppen gebildet werden", sagt der Mediziner. "Wichtig ist: Ziel aller Maßnahmen und Anpassungen ist eine Reduktion des Infektionsrisikos. Wir können nicht jede Infektion verhindern. Es geht darum, Ausbrüche zu verhindern und Risikogruppen zu schützen"

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