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Coronafall in der Stadtverwaltung

Eine Mitarbeiterin des Lommatzscher Rathauses wurde positiv auf das Virus getestet

Rathaus Lommatzsch.
Rathaus Lommatzsch. ©  Archivfoto: Claudia Hübschmann

Lommatzsch. Im Lommatzscher Rathaus gibt es einen Coronafall. Wie Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP) mitteilt, wurde eine Mitarbeiterin positiv auf den Corona-Virus getestet. "Diese Mitarbeiterin war zur Stadtratssitzung am 25. März nicht anwesend", so die Bürgermeisterin. Aus Gründen der Vorsorge habe das Gesundheitsamt daraufhin  drei Mitarbeiterinnen des Rathauses in häusliche Quarantäne geschickt, da diese als nähere Kontaktpersonen gelten. Das Gesundheitsamt halte sich dabei an die amtlichen Vorgaben. Die Betroffene sei auf dem Wege der Besserung, habe keine schweren Symptome gezeigt und sei auch nicht im Krankenhaus gewesen.  Auch die drei Mitarbeiterinnen in Quarantäne hätten bisher keinerlei Symptome gezeigt. 

Durch weitere Krankmeldungen von Kolleginnen sei in der Stadtverwaltung nur noch ein Notbetrieb möglich. "Wir versuchen trotzdem so gut wie möglich, für die Bürger da zu sein und für Fragen zur Verfügung zu stehen", sagt Anita Maaß. So wurde ein geschützter Arbeitsplatz im Bürgerbüro eingerichtet. Bürger und Mitarbeiter sind dort durch eine Plexiglasscheibe getrennt. Dringende Angelegenheiten wie das Beschaffen von Urkunden, Gewerbeananmeldungen oder Beantragen eines Personalausweises könnten dort erledigt werden. 

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"Wichtig ist auf jeden Fall, vorher anzurufen und einen Termin zu vereinbaren, weil das Rathaus derzeit abgeschlossen ist", rät die Bürgermeisterin. Für zwei Verwaltungsmitarbeiterinnen wurden Home-Office-Arbeitsplätze angeboten. Aber diese seien nicht für alle Mitarbeiterinnen effektiv nutzbar. Der Rückgriff auf Akten und vor allem die Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen seien unabdingbar.  Jede Fachkraft werde im Rathaus dringend gebraucht. 

"Ich habe gegenüber meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen deutlich gemacht, dass wir als öffentlicher Dienst kein Selbstbedienungsladen sind. Wir leben von Steuergeldern und sind im Gegenzug für die Stadtgesellschaft da", so Anita Maaß. Sie sei persönlich gegen alle Maßnahmen, die über die gesetzlichen Regelungen und den Tarifvertrag hinausgingen. Mit Blick auf die schwierige wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen würde der öffentliche Dienst mit solchen Maßnahmen das falsche Zeichen setzen und viel Vertrauen verspielen. Daher gebe es für die Mitarbeiterinnen auch keine bezahlten Freistellungen über die tariflichen Regelungen hinaus. Als Arbeitgeber habe man sich bereiterklärt, jegliche Form flexibler Arbeitszeitgestaltung zu unterstützen. Auch geteilter Dienst oder Schichtarbeit werde mit Blick auf die notwendige Kinderbetreuung angeboten.

Im Bauhof hingegen gäbe es aktuell keine Einschränkungen. Die Mitarbeiter seien im Einsatz und sorgten wie gewohnt für eine saubere Stadt. 

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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