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Auch Ostern wird konsequent kontrolliert

Die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner bleibt bei ihrer Linie, Kontakte einzuschränken. Mit einem Riesenplakat dankt sie den Bürger fürs Mitmachen.

Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (v.l.), Steffi Schubert und Michael Kosch beim Anbringen des Dankeschön-Plakats in Dippoldiswalde.
Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (v.l.), Steffi Schubert und Michael Kosch beim Anbringen des Dankeschön-Plakats in Dippoldiswalde. © Egbert Kamprath

 „Wir muten den Bürgern einiges zu“, sagt die Dippser Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU). Sie hat seit Bekanntwerden der Corona-Epidemie konsequent darauf gesetzt, Kontakte einzuschränken. Daher kam sie auf die Idee, sich im Gegenzug auch einmal im großen Stil zu bedanken, sowohl bei allen, die sich jetzt besonders engagieren, als auch bei all denen, die jetzt ihren Beitrag leisten, indem sie zu Hause bleiben und damit die Ansteckungsgefahr verringern. Den Dank der Stadt zeigen Herzchen, die als Aufkleber an verschiedenen Stellen der Stadt zu sehen sind, sowie ein großes Plakat direkt an der Bundesstraße 170 an der Einfahrt zum Rewe-Markt. Michael Kosch, Inhaber der Firma Folienschnitzer, hat das Motiv entworfen und am Donnerstag mit seiner Mitarbeiterin Steffi Schubert das Plakat angebracht.

Zwei Neuansteckungen mit Corona

Bei dieser Gelegenheit gab die Oberbürgermeisterin eine Einschätzung der aktuellen Lage in Dippoldiswalde. Am Mittwoch wurden zwar zwei neue Fälle einer Corona-Infektion bekannt, aber drei andere gelten inzwischen als geheilt. Damit hat Dipps aktuell vier Menschen, die nachgewiesenermaßen mit dem Virus angesteckt sind. Das ist keine hohe Zahl. Aber Vorsicht bleibt angesagt.

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„Auch die Ausgangsbeschränkungen werden gut eingehalten. Es gibt nur vereinzelt Gruppen, die sich treffen und teilweise auch provozierend auftreten“, berichtet Körner. Um solchen Treffen vorzubeugen, wird der Ordnungsdienst der Stadt auch über die Feiertage unterwegs sein und die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen kontrollieren. Bisher haben die Mitarbeiter schon verschiedene Anzeigen aufgenommen. „Da werden noch Bußgeldbescheide verschickt“ kündigt die Stadtchefin an. „Darüber werden am Ende die Gerichte entscheiden.“ Zumindest wenn jemand einen Bußgeldbescheid nicht akzeptiert.

Krisenstab über Ostern in Bereitschaft

Sie hat nun geregelt, dass der Krisenstab im Rathaus auch über die Feiertage jeweils bis mittags 12 Uhr besetzt ist. Bis dahin werden alle Menschen in Quarantäne und mit einer Infektion angerufen. Danach gilt bis 22 Uhr Rufbereitschaft und die Mitarbeiter stehen bereit, um bei Bedarf ins Rathaus zu kommen.

Die Oberbürgermeisterin hat sich auch mit einem Schreiben an alle Einwohner im Alter von 65 Jahren aufwärts gewandt. Darin fordert sie diese noch einmal auf, sich keinen Risiken auszusetzen und nicht unnötig das Haus zu verlassen. Damit reagiert sie auch auf Beobachtungen aus Lebensmittelgeschäften, dass Einzelne immer wieder wegen kleiner Einkäufe kommen. Körner erinnert in ihrem Schreiben daran, dass z.B. das Rote Kreuz einen Einkaufsservice anbietet. Nach den Feiertagen erwartet sie Entscheidungen der Ministerpräsidenten und der Bundesregierung. Daran wird sie sich auch für das weitere Handeln in Dippoldiswalde orientieren.  

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