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Coronavirus bläst Landeswettbewerb ab

„Jugend musiziert“ wird wegen Corona abgesagt. Stattdessen gibt’s zwei Konzerte im Festspielhaus Hellerau.

Max Stubenrauch, Pia Wittrin, Justus Schmiedchen und Georg-Friedrich Schumann (von links) haben als Quartett im Festspielhaus Hellerau musiziert.
Max Stubenrauch, Pia Wittrin, Justus Schmiedchen und Georg-Friedrich Schumann (von links) haben als Quartett im Festspielhaus Hellerau musiziert. © privat

Von Pia Wittrin

Döbeln/Dresden. Musik dringt aus dem Festspielhaus Hellerau. Klarinetten, Posaunen und Trompeten spielen Tonleitern hoch und runter, Streicher spielen sich ein, im Gang proben zwei Sängerinnen.

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Siebzehn junge Musiker bereiten sich auf ihr Konzert im Dresdner Festspielhaus vor. Mit dabei ist auch das Döbelner Quartett unter Leitung von Andreas Berger. Im Januar hatte es erfolgreich am Regional-Jugendwettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen und sich für den Landeswettbewerb qualifiziert. Doch dann kam Corona und der Wettbewerb musste abgebrochen werden.

Eine Fortsetzung ist nicht möglich. Als kleines Trostpflästerchen für die Musiker organisierte der Sächsische Musikrat zwei aufeinanderfolgende Konzerte im Festspielhaus Hellerau. Drei Ensembles, ein Duett und zwei Solo-Sängerinnen boten im ersten Konzert etwa eine Stunde lang abwechslungsreiche Musik von Mozart über die Beatles bis hin zur modernen Rockmusik.

Doch nicht nur das bunte Repertoire war etwas Besonderes, sondern auch das öffentliche Musizieren an sich. Der letzte Auftritt des Döbelner Quartetts liegt bereits vier Monate zurück. „Mir hat es sehr gefallen, nach so langer Zeit wieder gemeinsam aufzutreten“, sagt Justus Schmiedchen. Dem achtzehnjährigen Posaunisten macht das Spielen in einer Gruppe mehr Spaß als allein. Zusammen mit dem vierzehn Jahre alten Georg-Friedrich Schumann spielt er Posaune. Beide haben das Quartett sehr vermisst. Das bestätigt auch das jüngste Mitglied, der dreizehnjährige Max Stubenrauch. Auch er liebt es, in größerer Besetzung zu spielen, so der Trompeter. Er ist Mitglied in vier weiteren Bläsergruppen. Mit Witz sagt er über sich selbst: „Ich bin zwar der Jüngste, aber auch der Beste!“.

Zwei Abiturienten verlassen nach den Sommerferien das Quartett, doch Musikschullehrer Andreas Berger macht sich um die Zukunft keine Sorgen: „Genügend guter Nachwuchs ist da“. Daher hat das Döbelner Quartett eventuell die Chance, wieder am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilzunehmen. Da die nächste Möglichkeit, sich als Bläserensemble zu bewerben aber erst in drei Jahren besteht, macht Andreas Berger noch keine Versprechungen. Nächstes Jahr können sich Bläsersolisten bewerben, übernächstes Jahr Ensembles mit einem Bläser oder ein Duo mit Klavier und Blasinstrument.

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