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Corona in Dresden: 45 Patienten werden beatmet

Das Dresdner Gesundheitsamt meldet am Freitag erneut über 200 Neuinfektionen und weitere Todesopfer. Alle Zahlen zur Pandemie im Überblick.

Ein Großteil der Patienten, die in Dresden wegen einer Coronavirus-Infektion auf der Intensivstation behandelt werden, muss beatmet werden.
Ein Großteil der Patienten, die in Dresden wegen einer Coronavirus-Infektion auf der Intensivstation behandelt werden, muss beatmet werden. © Symbolbild: Rolf Vennenbernd/dpa

Dresden. In Dresden sind vier weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte das Dresdner Gesundheitsamt am Freitag mit. Außerdem mussten über 20 Patienten neu in eine Klinik aufgenommen werden. Die meisten Intensivpatienten müssen inzwischen beatmet werden.

Das sind die neuesten Zahlen zur Pandemie in Dresden.

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Infizierte und Genesene

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 229 neue Infektionen gemeldet, am Tag zuvor war es 211. Damit haben sich seit Pandemie-Beginn im März bereits 7.392 Dresdner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Bei 4.824 dieser Infizierten geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich der 83 Sterbefälle würde dies bedeuten, dass aktuell 2.485 Dresdner eine aktive Infektion haben, 43 mehr als am Tag zuvor.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion, so das Gesundheitsamt. Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen noch Beschwerden spüren, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Infektionen in Schulen, Kitas und Pflegeheimen

Mit Stand von Donnerstagmittag befinden sich 3.085 Menschen aus Gemeinschaftseinrichtungen in Quarantäne - etwa 700 mehr als am Vortag. Den Großteil machen Schüler und Lehrer aus. 1.804 von ihnen müssen zu Hause bleiben (plus 454). Hinzu kommen 873 Kinder und Erzieher aus Kitas. Das sind 184 mehr als am Mittwochmittag.

Allerdings sind diese Zahlen nur bedingt aussagekräftig, um ein Bild davon zu erhalten, wie eingeschränkt der Betrieb an den Dresdner Schulen und Kitas aktuell ist. Denn bei vielen betroffenen Schulen und Kitas ermittelt das Gesundheitsamt derzeit noch die Kontakte. Für diese Einrichtungen hat die Behörde bislang keine Angaben gemacht, wie viele Menschen dort zu Hause bleiben müssen.

Außerdem gelten Quarantäne-Anordnungen für 381 Personen (plus 26) in 22 Pflegeheimen. Laut Gesundheitsamt ist derzeit keine Asylunterkunft von einer Corona-Infektion betroffen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidet über weitere, strengere Corona-Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen. Sie beschreibt die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Liegt der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen über 50 beziehungsweise über 200, muss die Stadtverwaltung weitere Maßnahmen anordnen. Dazu gehören unter anderem Ausgangsbeschränkungen.

Maßgeblich ist seit 1. Dezember die Sieben-Tage-Inzidenz, die immer mitternachts vom Robert Koch-Institut (RKI) berechnet wird. Am Freitag lag der Wert bei knapp 190 und ist damit leicht gesunken.

Stationäre Fälle und Krankenhaus-Kapazitäten

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 21 weitere Krankenhaus-Einweisungen gemeldet, am Tag zuvor waren es 23. Damit sind in dieser Woche bereits 63 Covid-19-Patienten stationär aufgenommen worden. Seit Pandemie-Beginn benötigten insgesamt 385 Erkrankte ärztliche Hilfe in einem Krankenhaus - manche von ihnen auf der Intensivstation.

Laut Intensivregister lagen am Donnerstagmittag 56 Corona-Patienten auf Dresdens Intensivstationen - sieben weniger als am Mittwoch. Von ihnen sind 45 beatmet worden, drei weniger als am Vortag. Bei den dort Versorgten kann es sich auch um Patienten handeln, die von außerhalb kommen und in der Landeshauptstadt medizinisch versorgt werden, da die Klinik-Kapazitäten andernorts erschöpft sind.

In Dresden ist die Zahl der freien, sofort verfügbaren Intensivbetten am Freitag wieder leicht gestiegen, von 33 auf 40. Die Krankenhäuser haben nach wie vor die Möglichkeit, weitere Betten zur Verfügung zu stellen. Das ist bereits in den vergangenen Tagen immer wieder geschehen. Dafür mussten allerdings planbare und nicht lebenswichtige Operationen von nicht Covid-19-Patienten abgesagt werden.

Todesfälle

Bei bislang 83 Dresdnern wird der Tod auf das neuartige Virus zurückgeführt. Vier Todesfälle meldete das Gesundheitsamt am Freitag. Das RKI hat bisher 79 dieser Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet.

Alle Todesopfer waren mindestens 60 Jahre alt, die meisten von ihnen Männer. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich bei allen Verstorbenen um Menschen handelte, die das neuartige Coronavirus in sich trugen und bei denen Covid-19 die entscheidende Todesursache war.

Insgesamt sind bisher rund 1,1 Prozent aller Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Für ganz Sachsen liegt die Gesamt-Fallsterblichkeit über alle Altersgruppen hinweg bei rund 1,8 Prozent, für Deutschland bei 1,6 Prozent.

Altersgruppen und Geschlecht

Das Robert-Koch-Institut hat bisher 7.159 Fälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Die bekannten Fälle verteilen sich wie folgt:

In der als besonders gefährdet geltenden Gruppe der über 60-Jährigen ist das Virus bis jetzt bei 1.780 Menschen nachgewiesen worden. Darunter befinden sich 766 Dresdner im Alter von über 80 Jahren, davon mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer.

Der Großteil der Fälle verteilt sich allerdings auf die Dresdner jüngeren und mittleren Alters. So gibt es 2.284 Fälle in der Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren, 2.693 Fälle sind es in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen.

Außerdem haben sich bisher knapp 40 Kinder und Teenager bis 14-Jahren nachweislich infiziert.

Dresden im Vergleich

Wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner sind in Deutschlands Landkreisen und kreisfreien Städten in den vergangenen sieben Tagen gezählt worden? Alle gelben bis dunkelroten Kommunen in der Grafik gelten als Risikogebiet. Ostsachsen gilt als besonders stark betroffen mit Inzidenzen von weit über 400 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

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Aufgrund der Meldewege können sich die hier angezeigten Daten für Dresden von denen des Gesundheitsamtes unterscheiden.

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