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Corona in Dresden: 12 neue Todesopfer

Das Dresdner Gesundheitsamt meldet am Samstag erneut über 150 Neuinfektionen und weitere Todesopfer. Alle Zahlen zur Pandemie im Überblick.

Ein Großteil der Patienten, die in Dresden wegen einer Coronavirus-Infektion auf der Intensivstation behandelt werden, muss beatmet werden.
Ein Großteil der Patienten, die in Dresden wegen einer Coronavirus-Infektion auf der Intensivstation behandelt werden, muss beatmet werden. © Symbolbild: Rolf Vennenbernd/dpa

Dresden. In Dresden sind 12 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte das Dresdner Gesundheitsamt am Samstag mit. Außerdem mussten über 17 Patienten neu in eine Klinik aufgenommen werden. Die meisten Intensivpatienten müssen inzwischen beatmet werden.

Das sind die neuesten Zahlen zur Pandemie in Dresden.

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Infizierte und Genesene

Das Gesundheitsamt meldet am Samstag 164 neue Infektionen. Damit haben sich seit Pandemie-Beginn im März bereits 7.556 Dresdner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Bei 4.917 dieser Infizierten geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion, so das Gesundheitsamt. Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen noch Beschwerden spüren, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Infektionen in Schulen, Kitas und Pflegeheimen

Am Samstag, Stand 10 Uhr, sind 68 Dresdner Schulen mit 2.051 Schülern und Lehrern betroffen. Am Freitag, Stand 15 Uhr, gilt das inzwischen für 2.450 Schüler und Lehrer an 73 Schulen.

Von Corona-Infektionen und Quarantäne-Anordnungen betroffen sind am Samstag laut Angaben der Stadt 28 Kitas und mehr als 828 Kinder und Erzieher.

Allerdings sind diese Zahlen nur bedingt aussagekräftig, um ein Bild davon zu erhalten, wie eingeschränkt der Betrieb an den Dresdner Schulen und Kitas aktuell ist. Denn bei vielen betroffenen Schulen und Kitas ermittelt das Gesundheitsamt derzeit noch die Kontakte. Für diese Einrichtungen hat die Behörde bislang keine Angaben gemacht, wie viele Menschen dort zu Hause bleiben müssen.

Außerdem gelten Quarantäne-Anordnungen für 381 Personen (plus 26) in 22 Pflegeheimen. Laut Gesundheitsamt ist derzeit keine Asylunterkunft von einer Corona-Infektion betroffen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidet über weitere, strengere Corona-Maßnahmen, um die Pandemie einzudämmen. Sie beschreibt die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Liegt der Wert an fünf aufeinanderfolgenden Tagen über 50 beziehungsweise über 200, muss die Stadtverwaltung weitere Maßnahmen anordnen. Dazu gehören unter anderem Ausgangsbeschränkungen.

Maßgeblich ist seit 1. Dezember die Sieben-Tage-Inzidenz, die immer mitternachts vom Robert Koch-Institut (RKI) berechnet wird. Am Samstag lag der Wert bei knapp 190,4 und ist damit leicht gesunken.

Stationäre Fälle und Krankenhaus-Kapazitäten

Das Gesundheitsamt hat am Samstag 17 neue Einweisungen und Freitag 21 weitere Krankenhaus-Einweisungen gemeldet, am Tag zuvor waren es 23. Damit sind in dieser Woche bereits 63 Covid-19-Patienten stationär aufgenommen worden. Seit Pandemie-Beginn benötigten insgesamt 385 Erkrankte ärztliche Hilfe in einem Krankenhaus - manche von ihnen auf der Intensivstation.

Laut Intensivregister lagen am Donnerstagmittag 56 Corona-Patienten auf Dresdens Intensivstationen - sieben weniger als am Mittwoch. Von ihnen sind 45 beatmet worden, drei weniger als am Vortag. Bei den dort Versorgten kann es sich auch um Patienten handeln, die von außerhalb kommen und in der Landeshauptstadt medizinisch versorgt werden, da die Klinik-Kapazitäten andernorts erschöpft sind.

In Dresden ist die Zahl der freien, sofort verfügbaren Intensivbetten am Freitag wieder leicht gestiegen, von 33 auf 40. Die Krankenhäuser haben nach wie vor die Möglichkeit, weitere Betten zur Verfügung zu stellen. Das ist bereits in den vergangenen Tagen immer wieder geschehen. Dafür mussten allerdings planbare und nicht lebenswichtige Operationen von nicht Covid-19-Patienten abgesagt werden.

Todesfälle

Bei bislang 95 Dresdnern wird der Tod auf das neuartige Virus zurückgeführt. Vier Todesfälle hatte das Gesundheitsamt am Freitag gemeldet. Am Samstag kamen 12 hinzu. Das RKI hat bisher 79 dieser Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet.

Alle Todesopfer waren mindestens 60 Jahre alt, die meisten von ihnen Männer. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich bei allen Verstorbenen um Menschen handelte, die das neuartige Coronavirus in sich trugen und bei denen Covid-19 die entscheidende Todesursache war.

Insgesamt sind bisher rund 1,1 Prozent aller Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Für ganz Sachsen liegt die Gesamt-Fallsterblichkeit über alle Altersgruppen hinweg bei rund 1,8 Prozent, für Deutschland bei 1,6 Prozent.

Altersgruppen und Geschlecht

Das Robert-Koch-Institut hat bisher 7.159 Fälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Die bekannten Fälle verteilen sich wie folgt:

In der als besonders gefährdet geltenden Gruppe der über 60-Jährigen ist das Virus bis jetzt bei 1.780 Menschen nachgewiesen worden. Darunter befinden sich 766 Dresdner im Alter von über 80 Jahren, davon mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer.

Der Großteil der Fälle verteilt sich allerdings auf die Dresdner jüngeren und mittleren Alters. So gibt es 2.284 Fälle in der Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren, 2.693 Fälle sind es in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen.

Außerdem haben sich bisher knapp 40 Kinder und Teenager bis 14-Jahren nachweislich infiziert.

Dresden im Vergleich

Wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner sind in Deutschlands Landkreisen und kreisfreien Städten in den vergangenen sieben Tagen gezählt worden? Alle gelben bis dunkelroten Kommunen in der Grafik gelten als Risikogebiet. Ostsachsen gilt als besonders stark betroffen mit Inzidenzen von weit über 400 Neu-Infektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

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Aufgrund der Meldewege können sich die hier angezeigten Daten für Dresden von denen des Gesundheitsamtes unterscheiden.

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