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Corona: Dresden auf dem Weg zum Hotspot?

Mehr als 200 neue Infektionen meldet die Stadt. Außerdem sind wieder Patienten in Krankenhäusern verstorben. Alle aktuellen Zahlen zur Pandemie.

Die Stadt meldet mehr als 200 weitere Corona-Infizierte.
Die Stadt meldet mehr als 200 weitere Corona-Infizierte. © Archiv/Daniel Bockwoldt/dpa

Dresden. Ist die Landeshauptstadt auf dem Weg zum Corona-Hotspot? Das Gesundheitsamt der Stadt meldet am Donnerstag 216 weitere Corona-Infektionen. Zwei Patienten sind außerdem verstorben. Was Sie noch zur Pandemie in Dresden wissen sollten:

Infizierte und Genesene

216 neue Infektionen sind so viel, dass der Zeiger der Corona-Ampel weiter nach oben geht. Der entscheidende Wert sind jetzt 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Dann gelten spätestens ab dem 1. Dezember weitere Einschränkungen.

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Die Details dafür will die Landesregierung in dieser Woche beschließen und bekanntgeben. Der bisherige Tageshöchstwert bei den Neu-Infektionen waren fast 250 vor einer reichlichen Woche, am 17. November. Insgesamt wurde das Virus nun bei 5.650 Menschen nachgewiesen.

3.698 Menschen haben die Infektion bereits überstanden. Die Zahl der Genesenen beruht auf einer anerkannten Schätzmethode. Ihr zufolge ist das Virus, abzüglich der nun insgesamt 49 Sterbefälle, derzeit bei 1.903 Menschen aktiv.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion, so das Gesundheitsamt. Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen noch Beschwerden spüren, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Die Corona-Ampel

Der Zeiger der Corona-Ampel steht am Donnerstag bei 168,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Das ist ein neuer Höchstwert. Bislang war der höchste Wert 155,2 Neuinfektionen am 20. November.

Infektionen in Schulen, Kitas und Pflegeheimen

2.558 Menschen aus Gemeinschaftseinrichtungen befinden sich laut Angaben vom Donnerstagmittag in Quarantäne. Darunter zu dieser Zeit 1.415 Schüler und Lehrer aus 77 Schulen und Horten sowie 914 Kinder und Erzieher aus 34 Kitas. Außerdem galten zu dieser Zeit Quarantäne-Anordnungen in sechs Pflegeheimen. In den Asylunterkünften hat sich die Lage deutlich gebessert, nach Angaben der Stadt ist seit Dienstag nur noch eine Person in Quarantäne.

Alle Details zu aktuellen Quarantäne-Fällen in Gemeinschaftseinrichtungen lesen Sie hier (SZ+).

Stationäre Fälle und Krankenhaus-Kapazitäten

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag drei weitere Krankenhaus-Einweisungen gemeldet. Bislang benötigten damit 296 Covid-19-Patienten eine stationäre Versorgung.

Laut Intensivregister mussten am Donnerstag 53 Corona-Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden. Bei den dort Versorgten kann es sich auch um Patienten handeln, die von außerhalb kommen und in der Landeshauptstadt medizinisch versorgt werden. 39 von ihnen mussten beatmet werden.

Todesfälle

Bei bislang 49 Dresdnern wird der Tod auf das neuartige Virus zurückgeführt. Sechs Sterbefälle vom Sonnabend bedeuten einen traurigen Rekord. So viele Verstorbene hat das Gesundheitsamt noch an keinem anderen Tag der Pandemiezeit registriert. Am Donnerstag meldete die Stadt zwei weitere verstorbene Corona-Patienten.

Die Daten der Stadt gehen zunächst an das Robert-Koch-Institut (RKI), dort werden die Details zu den Verstorbenen aufgenommen. Die Daten des RKIs kommen so etwas später als die allgemeinen Zahlen der Stadt.

Das RKI verzeichnet derzeit 47 Todesfälle in seiner Statistik. Demnach handelt es sich bei den letzten drei Verstorbenen um eine Frau im Alter von über 80 Jahren sowie zwei Männer, die zwischen 60 und 79 Jahre alt waren.

Alle bisher bekannten Todesopfer waren demnach mindestens 60 Jahre alt. Die meisten davon waren Männer. Mindestens zehn litten an Vorerkrankungen, unter anderem an Herzschäden, Diabetes oder entzündlichen Erkrankungen. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich bei allen Verstorbenen um Menschen handelte, die das neuartige Coronavirus in sich trugen und Covid-19 die entscheidende Todesursache war.

Insgesamt sind bisher rund 0,86 Prozent aller Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben.

Für ganz Sachsen und Deutschland liegt die Gesamt-Fallsterblichkeit bei rund eineinhalb Prozent.

Altersgruppen und Geschlecht

Das Robert-Koch-Institut hat bisher 5.424 Fälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet.

Die bekannten Fälle verteilen sich wie folgt:

In der als besonders gefährdet geltenden Gruppe der über 60-Jährigen ist das Virus bis jetzt bei 1.256 Menschen nachgewiesen worden. Darunter sind 480 bei den über 80-Jährigen.

Der Großteil der Fälle verteilt sich allerdings auf die Dresdner jüngeren und mittleren Alters. So gibt es 1.796 Fälle in der Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren, 2.066 Fälle sind es in der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen. Es gibt dort insgesamt mehr infizierte Frauen als Männer.

Außerdem haben sich bisher 304 Kinder und Teenager nachweislich infiziert.

Dresden im Vergleich

Wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner sind in Deutschlands Landkreisen und kreisfreien Städten in den vergangenen sieben Tagen gezählt worden? Alle gelben bis dunkelroten Kommunen in der Grafik gelten als Risikogebiet.

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Die Polizeibehörde der Stadt wird auch die verschärfte Maskenpflicht genau kontrollieren. Bisher gab es bereits mehr als 3.000 Verstöße in Dresden.

Aufgrund der Meldewege können sich die hier angezeigten Daten für Dresden von denen des Gesundheitsamtes unterscheiden.

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