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Corona: Weiter viele Klinik-Einweisungen in Dresden

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen vergleichsweise niedrig bleibt, benötigen noch immer viele Dresdner Versorgung im Krankenhaus. Alle Zahlen zur Pandemie.

Weniger Menschen infizieren sich in diesen Tagen in Dresden neu mit dem Coronavirus. Aber noch immer müssen Dutzende Erkrankte intensivmedizinisch behandelt werden.
Weniger Menschen infizieren sich in diesen Tagen in Dresden neu mit dem Coronavirus. Aber noch immer müssen Dutzende Erkrankte intensivmedizinisch behandelt werden. © Robert Michael/dpa

Dresden. Die positiven Effekte des Lockdowns sind in Dresden weiterhin erkennbar: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auch am Mittwoch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Das verspricht auch einen Rückgang der Todesfälle, die in Dresden leider weiterhin täglich vermeldet werden. Und noch immer müssen auch viele Erkrankte auf Intensivstationen versorgt werden.

Das Wichtigste zur Pandemie im Überblick.

Die Infizierten

Am Mittwoch meldet das Dresdner Gesundheitsamt 166 weitere Corona-Neuinfektionen. Insgesamt haben sich damit in Dresden seit März des vergangenen Jahres 20.270 Menschen nachweislich infiziert.

Bei 17.826 von ihnen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich aller Verstorbenen bedeutet dies, dass zurzeit etwa 1.784 Dresdner eine Infektion durchmachen. Die Zahl sinkt damit weiter.

Als genesen wird eingestuft, wer 14 Tage nach dem Positiv-Test nicht in ein Krankenhaus eingewiesen werden musste. Bei Infizierten, die stationär behandelt werden, gilt ein 30-Tage-Zeitraum nach der Meldung der Infektion, so das Gesundheitsamt. Ob die Infizierten nach diesen Zeiträumen noch Beschwerden spüren, ist dabei irrelevant. Das Gesundheitsamt betont, dass es sich um eine Schätzung handelt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen und ist entscheidend für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen. Ziel ist ein Wert von 50, um die engen Kontakte von Infizierten wieder nachverfolgen und isolieren zu können.

Am Mittwoch liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 102,9 und ist damit im Vergleich zum Vortag (99,5) wieder etwas angestiegen. Dennoch lag dieser Wert das letzte Mal Ende November so niedrig.

Stationäre Fälle und Krankenhaus-Kapazitäten

Am Mittwochmittag meldet das Dresdner Gesundheitsamt 34 weitere Corona-Patienten, die in ein Krankenhaus aufgenommen werden mussten, am Vortag waren es 21. Seit Pandemie-Beginn im März benötigten damit insgesamt 1.693 Dresdner Infizierte eine stationäre Versorgung.

Auf den Intensivstationen hat sich die Lage den Zahlen zufolge in den vergangenen Tagen insgesamt leicht entspannt. Am Mittwochmittag gab es dort genau 40 freie Betten, teilte das Deutsche Intensivregister (DIVI) mit. Das sind zwar sechs Betten weniger als am Vortag, kurz vor Weihnachten waren jedoch zeitweise nur noch 17 frei.

Am Mittag mussten in Dresden laut DIVI-Intensivregister 50 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Das sind so viele wie am Vortag. 30 der Intensiv-Patienten benötigten eine invasive, künstliche Beatmung. Eine positive Entwicklung: Die aktuellen Intensiv-Kapazitäten müssen derzeit nicht erweitert werden.

Entwicklung der Todesfälle

Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch zehn weitere Todesfälle gemeldet, am Tag zuvor waren es 21. Damit wird der Tod von bisher 660 Menschen in Dresden auf eine Infektion mit dem Coronavirus zurückgeführt. Allerdings müssen diese Patienten nicht alle am Mittwoch gestorben sein, ihr Ableben kann bereits einige Tage zurückliegen.

Die Todeszahlen werden in der Regel mit einiger Verspätung bekanntgegeben. Die Stadt erklärt das so: "Der Meldeprozess von Todesfällen dauert mit der steigenden Anzahl Covid-19-bedingter Todesfälle länger als unter normalen Umständen. Es kommt vor, dass Covid-19-bedingte Todesmeldungen in gesammelter Form dem Gesundheitsamt übermittelt werden, was wiederum zu einer hohen Zahl an Meldungen an einem Tag führt." Deshalb weist die Stadt in ihrem Dashboard nun auch die Tage aus, an denen die Menschen tatsächlich starben.

Alter und Geschlecht der Todesopfer

Bis zum Mittwoch hat das Robert-Koch-Institut (RKI) 652 der 660 Sterbefälle nach Alter und Geschlecht ausgewertet. Fast alle Dresdner Todesopfer waren demnach mindestens 60 Jahre alt. Dreiviertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Insgesamt elf Opfer waren jünger als 60.

Insgesamt sind bisher rund 3,26 Prozent aller Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Die Sterblichkeitsrate steigt damit leicht an. Auch in der Gruppe der über 80-Jährigen ist die Fallsterblichkeit über den gesamten Pandemie-Zeitraum hinweg auf 17,27 Prozent angestiegen.

Für ganz Sachsen liegt die Fallsterblichkeit über alle Altersgruppen bei rund 3,36 Prozent, für Deutschland bei rund 2,5 Prozent.

Alter und Geschlecht der Infizierten

Das RKI hat bis zum Mittwoch 20.070 Fälle nach Altersgruppen und Geschlecht ausgewertet. Sie verteilen sich wie folgt:

Den absoluten Zahlen zufolge haben sich insbesondere Dresdner im Alter zwischen 15 und 59 Jahren angesteckt. Stellt man allerdings die Infizierten über 80-Jährigen allen über 80-Jährigen, die in Dresden leben, gegenüber, so ist diese Altersgruppe am stärksten von der Pandemie betroffen.

Das Gesundheitsamt meldete am Mittwoch 426 Pflegeheimbewohner und Mitarbeiter, für die aktuell eine Quarantäne gilt. 20 Pflegeheime sind demnach von mindestens einer Corona-Infektion betroffen.

Dresden im Vergleich

Wie viele Fälle pro 100.000 Einwohner sind in Deutschlands Landkreisen und kreisfreien Städten in den vergangenen sieben Tagen gezählt worden? Alle gelben bis violetten Kommunen in der Grafik gelten als Risikogebiet (Inzidenz über 50).

Aufgrund der Meldewege können sich die hier angezeigten Daten für Dresden von denen des Gesundheitsamtes unterscheiden.

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