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Coschützer Weißeritzquerung heute wieder frei

Zum Schluss werden die Geländer angebaut. Die Bauleute erlebten viele Überraschungen.

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Von Peter Hilbert

Fast fünf Monate war die Weißeritzbrücke zwischen Coselweg und Felsenkeller gesperrt. Heute soll sie wieder für den Verkehr freigegeben werden. Zum Abschluss haben Markus Schauseil und seine Kollegen von einer Thüringer Montagefirma binnen weniger Tage noch die neuen Geländer angebaut. Farbe und eine Epoxidharzdichtung an den Füßen können jedoch erst aufgetragen werden, wenn es wieder wärmer ist.

Im August waren Polier André Kühne und seine Männer von der Firma Backer Bau aus Hainichen angerückt. Die 1973 errichtete Stahlbetonbrücke hatte die Sanierung bitter nötig. Denn außer einigen Wartungsarbeiten war in den vergangenen 38 Jahren nicht viel geschehen. Bei den Arbeiten erlebten die Brückenbauer viele Überraschungen. So war nach dem Freilegen der Betonplatte sichtbar geworden, dass sie uneben ist. Deshalb mussten die neuen Schutz- und Deckschichten umgeplant werden. Schon allein um die alte Dichtungsschicht zu beseitigen, musste ein Spezialgerät eingesetzt werden, das den Belag mit einem 1200 bar starken Hochdruckwasserstrahl abträgt. Das entspricht einer zehn Kilometer hohen Wassersäule.

Zudem war die alte Farbe auf den stählernen Brückenträgern mit giftiger Bleimennige belastet. Deshalb musste eine andere Spezialfirma beauftragt werden, die die Schicht fachgerecht beseitigen konnte. Aus diesen Gründen haben sich die Sanierungskosten um 29000 auf knapp 473000Euro verteuert.

Bei der Sanierung der 17 städtischen Straßen- und Fußwegbrücken über die Weißeritz ist die Stadt gut vorangekommen. 14 sind nun saniert oder erneuert. Dafür hat das Rathaus Millionen investiert. Im kommenden Jahr soll die Fuß- und Radwegbrücke am Emerich-Ambros-Ufer abgerissen und neu gebaut werden.