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Radebeul

Coswig verbietet Menschengruppen

Noch vor der Ausgangssperre des Freistaates legte die Stadt neue Regeln fest. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Bußgelder.

Das Rathaus in Coswig.
Das Rathaus in Coswig. © Norbert Millauer

Coswig. Seit Sonnabend gilt in Coswig eine neue Polizeiverordnung für beliebte Treffpunkte der Stadt. Dort sind bis 20. April Menschenansammlungen verboten, unabhängig vom Grund des Treffens. Eine konkrete Anzahl von Personen wird in der Verordnung nicht genannt. Aber ausgenommen von der Regelung sind Familien.

Es ist ausdrücklich untersagt, die Flächen im alkoholisierten oder berauschten Zustand zu betreten und sich dort aufzuhalten. Und das Verbot gilt nicht nur für die Grundstücke und Plätze an sich, sondern auch für Zäune, Bäume oder Dachflächen im Bereich. Den Anordnungen des Ordnungsamtes, der Polizei oder bevollmächtigter Dritte ist Folge zu leisten, heißt es.

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Bußgeld von bis zu 5.000 Euro

Konkret geht es um den Bürgerpark und den Außenbereich des Museums Karrasburg, den Grillplatz am Elberadweg, den Lovosicer Platz, das Schulgelände und die Außenanlagen der Leonhard-Frank-Oberschule sowie des Gymnasiums und die Grünfläche zwischen Melanchthonstraße und Radebeuler Straße. Wer sich nicht ans Versammlungsverbot hält, muss mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro rechnen.

Auch die Spielplätze hat die Stadt mit Bauzäunen oder Flatterband abgesperrt. Und Oberbürgermeister Thomas Schubert (parteilos) kündigte an, dass das Ordnungsamt kontrollieren wird, ob das Verbot eingehalten wird.

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