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Coswiger befürchtet Ärger mit der Fahrkarte

Die Stempelfarbe der Automaten färbt ab und drückt durch. Bei den Verkehrsbetrieben sei das kein Problem, heißt es.

© Norbert Millauer

Von Peter Redlich

Rolf Opitz aus Coswig ist ziemlich verunsichert. In den letzten Wochen hat er wiederholt von S-Bahn- und Straßenbahnfahrern gehört, denen Schwarzfahrt vorgeworfen wurde, obwohl sie einen – nach eigener Ansicht – ordentlich entwerteten Fahrschein hatten.

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Der Senior zeigt eine Fahrkarte, die viermal gestempelt werden kann. Doch bereits der erste Stempel hat so heftig durchgedrückt, dass die Zahlen auf der Rückseite zu sehen sind. „Wenn ich hier drüber stempele, werde ich wohl auch als Schwarzfahrer angesehen“, befürchtet Rolf Opitz. Er habe sich daraufhin schon an die Verkehrsbetriebe gewandt. Dort habe es zur Antwort gegeben, dass er in Dresden vorbeikommen und den Fahrschein umtauschen solle. „Da habe ich wieder Fahrtkosten“, sagt er empört. Aus seiner Sicht sollten die Verkehrsbetriebe und die Bahn besser die Stempelautomaten so einstellen, dass nichts durchdrückt oder abfärbt. Eine Situation, die auch einen anderen Radebeuler Bürger über Monate beschäftigte. Er musste für eine vermeintliche Schwarzfahrt Strafe bezahlen, obwohl auch bei ihm ein anderer Stempel abgefärbt hatte. Aus Kulanz wurde ihm letztlich die Strafzahlung erlassen. Der Fehler aber nicht durch den Verkehrsbetrieb – hier die Deutsche Bahn – anerkannt.

Falk Lösch, Sprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe sagt, dass übers Jahr viele Millionen Fahrscheine verkauft werden und dieses Problem nur sehr selten gemeldet werde. Er habe auch mit den Kontrolleuren gesprochen. Die würden erkennen, wenn ein Stempel abgefärbt oder durchgedrückt habe. Schon deshalb, weil dann die Zahlen seitenverkehrt zu lesen seien. Wenn Zweifel am Fahrschein bestehen, dann werde das Ticket eingezogen und von den Fachleuten der Verkehrsbetriebe geprüft. Es sei leider so, dass die Stempelfarbe nach dem Nachfüllen der Automaten etwas stärker und am Ende etwas schwächer auf den Schein drücke.

Lösch rät dem Nutzer aus Coswig, seinen Fahrschein bei passender Gelegenheit in Dresden in einem der Servicezentren umzutauschen. Die Kollegen würden das prüfen und problemlos erledigen. Möglich sei das am Pirnaischen Platz, am Hauptbahnhof, am Straßenbahnhof Trachenberge, am Albertplatz und der Prager Straße.