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Coswiger müssen für Sanierung zahlen

Die Grundstückseigner im Coswiger Stadtzentrum können die Ausgleichsbeträge vorzeitig bezahlen und Geld sparen.

Von Philipp Siebert

Für die Sanierung der Innenstadt von Coswig werden die Kosten auf alle Grundstückseigentümer umgelegt. Allerdings prozentual in dem Maß, wie sich der Wert des Grundstücks durch die Sanierung erhöht hat, teilt das Rathaus mit. Die Stadt muss laut Baugesetz diese Ausgleichsbeträge erheben. Die Eigentümer werden an der Wertsteigerung der Grundstücke beteiligt.

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Seit 1992 wurden fast 14 Millionen Euro in die Aufwertung der Innenstadt investiert. Berechnet werden die Beträge aus der Differenz zwischen Anfangs- und Endwert des Grundstückes, jeweils vor und nach der Sanierung. Die Anfangswerte in Coswig liegen laut eines Gutachtens von 2007 zwischen 65 und 77 Euro, die Endwerte bei 74 bis 85 Euro je Quadratmeter. Grundstücksbesitzer müssen für diese mit öffentlichen Mitteln erreichte Wertsteigerung Ausgleichsbeträge bezahlen. Bis zu 16 Euro pro Quadratmeter sollen es hier sein. Mit einer durchschnittlichen Wertsteigerung von 5,50 Euro pro Quadratmeter fallen diese im Vergleich zur Nachbargemeinde Radebeul allerdings weitaus moderater aus.

Die Stadt macht den Grundstückseigentümern noch bis zum Jahresende ein Angebot. Wer schon jetzt seinen Ausgleichbetrag in die Stadtkasse einzahlt, erhält einen 20-prozentigen Rabatt. Noch bis zum 31. Dezember haben die Grundstückseigner Zeit, dem freiwilligen Vertrag zuzustimmen. Bis jetzt haben über 115 von insgesamt 281 Coswiger Grundstückseigentümer freiwillig ihre Ausgleichsbeträge an die Stadt überwiesen. Seit 2007 flossen so rund 450 000 Euro in die Stadtkasse. Insgesamt rechnet der Kämmerer Thomas Schubert mit Einnahmen von mehr als 800 000 Euro. Ab dem nächsten Jahr kann die Stadt den Nachlass jedoch nicht mehr gewähren. Endgültig werden die Abschläge in zwei Jahren fällig.